• 21.02.2012, 11:43:46
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"Der Meineidbauer" am 22. Februar in ORF 2

ORF/ARD-Heimatfilm von Joseph Vilsmaier mit Suzanne von Borsody und Günther Maria Halmer

Wien (OTS) - Die Rückkehr eines Heimatklassikers: Joseph Vilsmaier
zeichnete nicht nur für die Regie verantwortlich, sondern führte auch
die Kamera in der aufwendig inszenierten ORF/ARD-Neuverfilmung des
Volksstücks "Der Meineidbauer", die am Mittwoch, dem 22. Februar
2012, um 20.15 Uhr in ORF 2 ihre ORF-Premiere feiert. In den
Hauptrollen spielen Suzanne von Borsody ("Der Chinese") und Günther
Maria Halmer ("Eine Sennerin zum Verlieben") nach einem Drehbuch von
Erich Tomek. "Der Meineidbauer" basiert auf dem gleichnamigen
Volksstück von Ludwig Anzengruber. Ein Meineid verändert das Leben
der Witwe Anna Sobek und deren Tochter Marie dramatisch. Als die
beiden nach Jahren in ihre Heimat zurückkehren, kommen sie der
Wahrheit gefährlich nahe.

Hochkarätiger Cast mit Borsody, Halmer, Kestranek, Deutschmann u. v.
m.

An der Seite von Suzanne von Borsody und Günther Maria Halmer spielen
außerdem Max Tidof, Heikko Deutschmann, Monika Gruber, Aaron Karl,
Miguel Herz-Kestranek u. a. Außerdem steht auch Josefina Vilsmaier
vor der Kamera ihres Vaters. Das Volksstück von Ludwig Anzengruber
wurde mehrfach verfilmt, unter anderem 1956 mit Christiane Hörbiger
und Hans Borsody, der in einem kurzen Gastauftritt als Kräutersepp
auch in der Neuverfilmung zu sehen sein wird und dessen Tochter die
Hauptrolle übernimmt. Gedreht wird vor dem beeindruckenden Panorama
der Osttiroler Alpen in Virgen und Matrei sowie in Lienz.

Suzanne von Borsody: "Mit Joseph Vilsmaier ist es immer ein Vergnügen
zu arbeiten"

"Der Film hat alles, was man braucht. Das ist nicht nur einfach ein
Heimatfilm - da geht es um große, existenzielle Gefühle. Wir haben
alle versucht, so wahrhaftig wie möglich an dem Stoff dran zu
bleiben", schwärmt Suzanne von Borsody und streut dem Regisseur
Rosen: "Mit Joseph Vilsmaier ist es immer ein Vergnügen zu arbeiten.
Der Sepp ist jemand, der gibt das Beste und alle um ihn herum auch.
Demzufolge hat man eine große Verantwortung - jeder im Team - auch
das Beste zu leisten und noch ein Stückerl mehr. Das macht frei und
fordert ein hohes Maß an Disziplin, und das macht Spaß. Es ist
natürlich auch anstrengend, aber lustvoll anstrengend." Für Joseph
Vilsmaier ist Suzanne von Borsody eine sehr gute Wahl gewesen: "Wir
haben schon zusammen etliche Filme gemacht und ich halte sie einfach
für eine ganz großartige Schauspielerin. Sie und Günther Maria Halmer
sind in diesem Film einfach großartig und man nimmt ihnen ihre Rollen
ab."

Joseph Vilsmaier: "Ich hab in Tirol schon fünf Filme gedreht"

Atemberaubende Landschaften umranden die Geschichte. Schwer fiel es
Regisseur Joseph Vilsmaier nicht, die geeigneten Drehplätze zu
finden: "Ich hab in Tirol schon fünf Filme gedreht und kenne mich da
ziemlich gut aus. Deshalb war es nicht so schwierig, die schönen
Drehplätze zu finden. Man fährt von Ortschaft zu Ortschaft und jede
ist schön. Wir haben das Glück gehabt, dass in der Gemeinde Virgen
die ganze Bevölkerung - von den Bergbauern bis zum Bürgermeister -
hinter uns stand und wir konnten wirklich aus dem Vollen schöpfen."
Und auch Suzanne von Borsody zeigt sich von Osttirol begeistert:
"Osttirol ist wunderschön - da hat der liebe Gott gelacht. Es ist von
den Menschen her sehr liebevoll und persönlich und man gehört immer
gleich dazu."

Vilsmaier und Borsody - Das doppelte Vater-Tochter-Gespann

In "Der Meineidbauer" steht Josefina Vilsmaier erstmals vor der
Kamera ihres Vaters - und davon war Joseph Vilsmaier anfangs nicht so
begeistert: "Wie ich das Drehbuch gelesen hab, bin ich nicht gleich
draufgekommen. Und dann hat Karl Spiehs vorgeschlagen, dass das ja
meine Tochter spielen könnte. Dann hab ich lange überlegt - und mir
war das im ersten Moment gar nicht so recht. Schließlich hab ich mit
meiner Tochter gesprochen und sie gefragt, ihr das Drehbuch zu lesen
gegeben, und sie hat gemeint, sie würde es gerne machen. Ich habe
aber zu ihr gesagt: 'Du pass auf, wenn das nicht funktioniert, dann
besetz ich dich am ersten Tag noch um.' Aber es war dann so schön,
weil sie mich gleich in der ersten Szene begeistert hat." Und nicht
nur dieses Vater-Tochter-Gespann arbeitete bei "Der Meineidbauer"
erstmals zusammen. Auch Suzanne von Borsody stand erstmals mit ihrem
Vater Hans Borsody gemeinsam vor der Kamera. Hans Borsody, der in der
"Meineidbauer"-Verfilmung von 1956 die Hauptrolle spielte, taucht für
eine kleine Gastrolle in der Neuauflage erneut auf - zur großen
Freude seiner Tochter: "Es war sehr schön, dass man ihm diese kleine
Gastrolle angeboten hat. Mein Vater und ich haben uns immer
gewünscht, dass das irgendwann zustande kommt. Es hat mich sehr
berührt, dass wir da zusammen vor der Kamera stehen durften." Klar,
dass sich Hans von Borsody leicht zu einem Gastauftritt überreden
ließ: "Das ist das erste Mal, dass wir gemeinsam vor der Kamera
stehen. Ich hab gar nicht darüber nachgedacht, wie groß die Rolle
ist. Es war einfach so schön, mit Suzanne zu drehen."

Günther Maria Halmer zurück in Virgen

Als richtiger Bösewicht steht Günther Maria Halmer vor der Kamera -
und das am gleichen Ort wie vor ein paar Jahren: "Ich war hier schon
zum zweiten Mal. Vor fünf Jahren hab ich in Virgen 'Gletscherblut'
gedreht - da hab ich auch schon einen bösen Menschen gespielt. Und
ich hab' erst während der Dreharbeiten festgestellt, wie böse meine
Rolle ist. Weil ich jeden Tag an den Set gekommen bin und irgendwen
verprügeln, stoßen oder schlagen musste - obwohl die Kollegen so toll
waren."

Mehr zum Inhalt

Jahrelang hat Franz Bruckner (Günther Maria Halmer) auf dem Hof
seines Stiefbruders gearbeitet und ist der Überzeugung, Anspruch auf
den Besitz zu haben. Als sein Bruder tödlich verunglückt, öffnet
Franz heimlich dessen Testament. Doch weder er noch sein Sohn Toni
(Aaron Karl) sollen erben, sondern Franz' Verlobte Anna (Suzanne von
Borsody) und deren Tochter Marie (Josefina Vilsmaier). Franz
vernichtet das Testament und schwört vor Gericht einen Meineid, der
ihm den Hof sichert. Daraufhin müssen die junge Frau und ihre Tochter
den Hof verlassen. Franz führt seitdem ein Leben als angesehener
Mann. Anna gelingt es, sich ein neues Leben aufzubauen und ihrer
Tochter ein halbwegs anständiges Leben zu bieten. Als Marie ein
Praktikum als Kellnerin im Ort ihrer Kindheit annimmt, begegnet sie
Toni, Franz' Sohn, den sie noch aus Kindheitstagen kennt. Unverhofft
entwickeln beide starke Gefühle für einander. Als Anna erfährt, wo
sich Marie aufhält, reist sie ihr hinterher, um sie zurückzuholen. Im
Ort wird Anna nach wie vor geächtet. Ihr einziger Freund ist heute
wie damals der Polizist Josef Puganig (Heikko Deutschmann). Als Anna
herausfindet, dass Franz' Knecht Ignaz (Max Tidof) über den Meineid
Bescheid weiß, fordert sie erneut ihr Recht. Eine Auseinandersetzung
zwischen Franz Bruckner und Anna endet schließlich in einer Tragödie.

"Der Meineidbauer" ist eine Produktion der Lisa Film in
Zusammenarbeit mit dem ORF und der ARD Degeto, gefördert durch den
Fernsehfond Austria und Cine Tirol. Regie und Kamera führt Joseph
Vilsmaier.

Rückfragehinweis:
ORF-Pressestelle
Katharina Nürnberger
Tel.: (01) 87878 - DW 15201
http://presse.ORF.at

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