• 21.02.2012, 11:19:03
  • /
  • OTS0098 OTW0098

LH Dörfler: Evangelische Kirche könnte Akt der Nächstenliebe setzen

Entscheidung zum Bleiberecht liegt beim Innenministerium - Patenschaftserklärung statt Unterschriften

Klagenfurt (OTS/LPD) - Wie heute, Dienstag, medial bekannt wurde,
setzt sich die Evangelische Kirche in Kärnten unter Superintendent
Manfred Sauer für den Verbleib einer Kosovarin mit ihrem Sohn in
Kärnten ein. Mit Hilfe einer Unterschriftenaktion möchte die Kirche
gegen die Behördenentscheidung auftreten und für den Verbleib der
Familie kämpfen.

Das Asylverfahren der betroffenen Kosovarin wurde in letzter
Instanz im November 2011 rechtskräftig negativ vom
Bundesasylgerichtshof entschieden. Im Anschluss daran hat die Mutter
mit ihrem Sohn einen Antrag auf humanitäres Bleiberecht bei der
zuständigen Bezirkshauptmannschaft gestellt. "Die Behörde hat die
Voraussetzungen unter Berücksichtigung sämtlicher Kriterien geprüft,
ist dabei jedoch zum Schluss gekommen, dass die Voraussetzungen für
die Erteilung einer Aufenthaltsgenehmigung nicht vorliegen. Unter
anderem fehlt es der Familie an eigenem Einkommen", so
Landeshauptmann Gerhard Dörfler.

Um in Österreich einen Aufenthaltstitel nach dem Niederlassungs-
und Aufenthaltsgesetz zu bekommen, müssen zahlreiche Kriterien,
darunter nachgewiesene Kenntnis der deutschen Sprache,
Krankenversicherung, aufrechter Wohnsitz und auch die
Selbsterhaltungsfähigkeit der Betroffenen vorliegen. Kann der
Antragssteller diese Nachweise nicht beibringen, liegen die
allgemeinen Erteilungsvoraussetzungen nicht vor und der Antrag muss
abgewiesen werden. Dagegen kann beim Innenministerium Berufung
eingelegt werden. Die alleinige Zuständigkeit in diesem Fall liegt
bei Innenministerin Mikl-Leitner.

"Die betroffene Kosovarin verfügt über kein eigenes Einkommen und
ist somit für sich und ihren Sohn nicht selbsterhaltungsfähig. In
diesem Fall könnte die evangelische Kirche jedoch statt
Unterschriften zu sammeln eine Patenschaftserklärung für die Frau
abgeben, für deren Unterhalt aufkommen und damit tatsächlich ein
humanitäres Zeichen setzen. Wenn der Unterhalt der Betroffenen
beispielsweise von Seiten der evangelischen Kirche sichergestellt
werden kann, gehe ich davon aus, dass es der Innenministerin deutlich
leichter fallen wird, zu einer positiven Entscheidung zu gelangen",
so Dörfler.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NKL

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel