VIER PFOTEN begrüßt die Umstellung auf gentechnikfreies Futter für Österreichs Hühner
Die Schweineindustrie sollte als nächstes nachziehen
Wien (OTS) - VIER PFOTEN zeigt sich darüber erfreut, dass nun die
Bemühungen der österreichischen Hühnermäster erfolgreich waren und
der Umstieg auf die Fütterung von gentechnikfreiem Soja mit März 2012
umgesetzt wird.
"Was für den menschlichen Verzehr sowie für die Umwelt schädlich
ist, ist dies ebenso für Nutztiere. Nachdem Legehennen die letzten
Jahre bereits gentechnikfrei gefüttert worden sind, war es Zeit für
weitere gute Neuigkeiten. Wir sind glücklich darüber, dass ab dem
Frühjahr auch Masthühner gentechnikfrei gefüttert werden", sagt
Helmut Dungler, Präsident von VIER PFOTEN.
2011 benötigte Österreich etwa 750.000 Tonnen Soja. Im eigenen
Land wurden an die 100.000 Tonnen erzeugt, von denen aber beinahe die
Hälfte exportiert wurden. Demnach wurden etwa 700.000 Tonnen
importiert, größtenteils aus Südamerika, wo Soja üblicherweise
gentechnisch verändert ist. In vielen Fällen werden Anbauflächen für
die gentechnisch veränderten Kulturen durch die Abholzung des
Amazonas geschaffen, wodurch tausende Wildtiere ihr Zuhause
verlieren.
45.000 Tonnen gentechnikfreies Soja wird an Legehennen verfüttert.
Nun werden 80.000 Tonnen an die Masthühner gehen. Für die
Mastrinderfütterung würden weitere 75.000 Tonnen nötig sein. Der
größte Schritt müsste aber von den Schweinebauern kommen, die jedes
Jahr 400.000 Tonnen Soja verfüttern. "Wenn Legehennen und Masthühner
gentechnikfrei gefüttert werden, sollten auch die Schweine davon
profitieren. Österreich kann es nicht länger tolerieren, Unmengen von
gentechnisch veränderten Sojabohnen aus Übersee zu importieren, um
Nutztiere zu füttern. Das Land sollte sich nach einer regionalen
Lösung innerhalb der Donauländer umsehen, wo das Klima und die
Bodenbedingungen geeignet sind, um gentechnikfreie Bohnen zu
produzieren" schließt Dungler.
Weitere Informationen auf www.vier-pfoten.at.
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