OTS0034   21. Feb. 2012, 09:16

FP-Frigo: Nach wie vor fehlen dem Wiener AKH zwölf Millionen Euro

Heutige Betriebsversammlung "Streik" der AKH-Ärzte zeigt Ernst der Lage des Wiener Gesundheitssystems


Scheinbar ist die angekündigte Zusammenarbeit
zwischen Stadträtin Wehsely und der MedUni Wien ein leeres
Versprechen gewesen. Ebenso die finanziellen Zusagen des
Bundesministers Töchterle. Laut Mitteilung des Betriebsrates fehlen
im Budget unglaubliche zwölf Millionen Euro, so der
Gesundheitssprecher der FPÖ-Wien, LAbg. Univ.Prof. Dr. Peter Frigo.

Um diese einzusparen sind statt regulären Nachtdiensten so genannte
Rufbereitschaften geplant, die im Prinzip ungesetzlich sind. Sollte
ein Arzt zum Beispiel zu spät zu einer komplizierten Geburt kommen,
begeht er eine "Einlassungsfahrlässigkeit". Das heißt laut
Gesetzgeber dürfte er sich auf so eine risikoreiche Rufbereitschaft
gar nicht einlassen und müsste diese verweigern, sagt Frigo.

Geld ist im Prinzip genug da - sowohl bei der Gemeinde Wien als auch
im Bund. Man denke nur an das neue KAV EDV-Projekt "impuls.kis", das
bis jetzt bereits zwölf Millionen Euro verschlungen hat und im
Probebetrieb alles andere als überzeugt. Was den Bund betrifft, so
sei an die unendliche Geschichte der ELGA verwiesen, die vielfach von
der Ärztekammer kritisiert wurde und deren Realisierung hunderte
Millionen kostet (mit unsicherem Ausgang).

Ein Ärzte-Aufnahmestopp, der derzeit de facto besteht, gefährdet
nicht nur die Qualität der gesundheitlichen Versorgung sondern auch
die wissenschaftliche Leistung der MedUni Wien, so Frigo, der
abschließend nachdrücklich festhält, dass es bereits fünf nach zwölf
ist und jetzt rasches, aber vernünftiges Handeln das Gebot der Stunde
ist. (Schluss) hn

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0034 2012-02-21 09:16 210916 Feb 12 NFW0001 0256



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