• 20.02.2012, 17:00:31
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"KURIER"-Kommentar von Helmut Brandstätter: "Zwang zur Bildung"

Eltern müssen ihrer Verantwortung nachkommen - oder gezwungen werden.

Wien (OTS) - Steve Jobs war in der Schule oft unaufmerksam und
brach sein Studium bald ab. Aber Jobs, der kürzlich verstorbene
Gründer der Computerfirma Apple, war eben ein Genie. Er brauchte
keinen Abschluss.
Für fast alle anderen Jugendlichen führt das frühzeitige Verlassen
der Schule im besten Fall in die Arbeitslosigkeit, oft auch ins
Kriminal.
Vor allem die Eltern tragen die Verantwortung, dass der Nachwuchs
regelmäßig im Schulunterricht auftaucht. Aber seit Maria Theresia von
Österreich 1774 die allgemeine Schulpflicht eingeführt hat, müssen
auch die Behörden darüber wachen, dass diese eingehalten wird.
Nun ist eine Diskussion darüber entbrannt, ob der Staat auch
Zwangsmaßnahmen einsetzen darf, um die jungen Leute in die Schule zu
bringen. Er darf das sicher nicht leichtfertig machen. Aber wenn
Eltern die Zukunft ihrer Kinder gefährden, weil ihnen der Schulbesuch
gleichgültig oder gar lästig ist, dann sollen auch Strafen verhängt
werden.
Kinder und Jugendliche verstehen oft nicht, dass sie ohne
ordentliche Ausbildung in unserer Gesellschaft keinen Job finden
werden. Und junge Frauen haben bei uns dieselben Rechte wie junge
Männer. Wer das nicht versteht, soll auch Strafe zahlen.

Rückfragehinweis:
KURIER, Chefredaktion
Tel.: (01) 52 100/2601

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