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OTS0022   19. Feb. 2012, 11:42

Heinisch-Hosek: Erleichterung beim Versetzungsschutz ist historischer Schritt

Nicht nur Einsparungsmaßnahmen sondern strukturelle Reform für modernen, mobilen, sparsamen öffentlichen Dienst


"Man soll ja mit dem Begriff historisch vorsichtig
umgehen - in diesem Fall möchte ich ihn aber ganz bewusst verwenden:
es ist ein historischer Schritt, der das Selbstverständnis der
öffentlichen Verwaltung positiv beeinflussen wird", sagte
Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek über den
Begutachtungsentwurf vom Konsolidierungspaket für den Öffentlichen
Dienst. Besonders die Erleichterung beim Versetzungsschutz sei ein
ganz wichtiger Mosaikstein für die konsequente Arbeit an einer
modernen und flexiblen Verwaltung und ein historischer Schritt, den
der Bund erfreulicherweise gemeinsam mit der Gewerkschaft setzt. ****

Die Bestimmung zum Versetzungsschutz enthalte zwei Hauptpunkte: Es
werde in Zukunft möglich sein, BeamtInnen leichter zu versetzen -
auch gegen ihren Willen. Und sie können nicht nur im eigenen
Ministerium, sondern auch über die Grenzen der eigenen Berufsgruppe
hinweg versetzt werden.

"Stellen Sie sich vor, ich als ausgebildete Lehrerin würde im
Bundeskanzleramt als Verwaltungsbedienstete arbeiten, und wir haben
gerade einen massiven Lehrermangel. Es wäre möglich, dass ich dann
wieder zurück an eine Schule versetzt werde", nennt die Ministerin
ein Beispiel. Oder Berufssoldatinnen und -soldaten deren Einheit
aufgelöst wird. In Zukunft können solche Kolleginnen und Kollegen in
die Verwaltung versetzt werden oder zum Beispiel in die Finanzpolizei
- je nachdem, wo wir Personal brauchen.

"Der Aufnahmestopp und die Lockerung des Versetzungsschutzes sind
nicht nur Einsparungsmaßnahmen. Das sind die strukturellen Reformen,
die wir brauchen für einen öffentlichen Dienst, wie ich ihn mir
vorstelle: Modern, mobil und sparsam", so Heinisch-Hosek zum Schluss.
(Schluss) pk/mis

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OTS0022 2012-02-19 11:42 191142 Feb 12 NSK0001 0266



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