Bundesheer im Dauereinsatz: Schnee-Einsätze im In- und Ausland
Darabos: "Die Einsatzbilanz ist beeindruckend" - Soldaten leisteten 194 Flugstunden seit Jahresbeginn
Wien (OTS/BMLVS) - Seit 5. Jänner sind mehr als 200 Soldaten des
Österreichischen Bundesheeres im Einsatz, um das Land von
Schneemassen zu befreien und die Sicherheit wiederherzustellen.
Insgesamt wurden 194 Flugstunden bei 16 Flugeinsätzen geleistet.
Dabei waren in Spitzenzeiten, wie etwa Anfang Jänner bis zu 11
Bundesheer-Hubschrauber gleichzeitig im Einsatz. Sie transportierten
Personen sowie Gerät, erkunden die Lawinensituation und führen
Lawinensprengungen durch.
Seit Donnerstag sind rund zehn Soldaten mit drei
Bundesheer-Hubschraubern vom Typ Alouette 3 im Einsatz. Gestern Abend
endeten zwei Einsätze in Osttirol und Tirol. Im Raum Pillersee (T)
sprengten sie Lawinen und führten Erkundungsflüge durch. Damit konnte
die Pillersee Landesstraße gesichert werden. In Lienz in Ostttirol
erkundeten Spezialisten des Bundesheeres am Freitag die
Lawinensituation von der Luft aus. Seit Freitagnachmittag sind zwei
Alouette 3-Hubschrauber in der Obersteiermark unterwegs, um die
Lawinenlage zu erkunden und Lawinen zu sprengen.
186 Soldaten der Landstreitkräfte waren seit Jahresbeginn im Einsatz.
Sie befreien Straßen vom Schnee, schaufeln Dächer frei und
unterstützen bei Bergungen, wie etwa am 23. Februar im steirischen
Feldbach. 13 Soldaten konnten eine in einen Teich abgerutschte
Arbeitsmaschine auf dem Betriebsgelände der Firma Zotter-Schokoladen
mit Panzern bergen. Gestern, Freitag, halfen 25 Soldaten in Klösterle
(V) die Schneelasten auf den Hausdächern zu räumen.
Auch im Ausland fliegt das Österreichische Bundesheer auf Grund der
Schnee- und Lawinenverhältnisse Hilfseinsätze. Im Rahmen von
EUFOR-ALTHEA versorgten vergangene Woche 20 Bundesheer-Soldaten
eingeschneite Dörfer in Bosnien-Herzegowina. Drei Hubschrauber des
Bundesheeres, zwei Alouette 3 und eine Agusta Bell 212, sind im
Einsatz. Die Menschen in den eingeschneiten Dörfern sind seit Tagen
von der Außenwelt abgeschnitten. Mithilfe der Bundesheer-Hubschrauber
erhalten sie lebensrettende Medikamente. Darüber hinaus werden
Notfall-Patienten transportiert und vermisste Personen gesucht.
Im Kosovo unterstützte das österreichische Kontingent die heimischen
Hilfskräfte, nachdem am Samstag, den 11. Februar eine Lawine abging
und zahlreiche Menschen und Häuser verschüttete.
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