• 17.02.2012, 12:38:41
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RfW-BO Amann: Höhere Lohnnebenkosten sind keine "Marginalbelastung", Herr Wirtschaftsminister!

"Die Lohnnebenkosten-Erhöhung als "Marginalbelastung" zu bezeichnen, ist ein "Schlag ins Gesicht" aller Unternehmer, besonders aller KMUs, und ist schlicht falsch"

Wien (OTS) - "Die Lohnnebenkosten-Erhöhung durch das
SPÖVP-"Schröpfpaket" als "Marginalbelastung" zu bezeichnen, ist ein
"Schlag ins Gesicht" aller Unternehmer, ganz besonders aller Klein-
und Mittelbetriebe, und ist schlicht falsch", so heute
WKÖ-Vizepräsident RfW-Bundesobmann Fritz Amann zu den diesbezüglichen
Aussagen von ÖVP-Wirtschaftsminister Mitterlehner im heutigen
"Standard". "Von einem Wirtschaftsminister wäre eine andere Haltung
zu erwarten: Lohnnebenkosten runter - das wäre wirtschafts- und
standortpolitisch der einzig richtige Weg", so Amann.

"Es mag ja sein, dass - wie der ÖVP-Minister argumentiert - die
Lohnkosten in der automotiven Industrie höchstens 15 Prozent
betragen. In zahlreichen anderen Bereichen - etwa dem Tourismus, dem
gesamten Handwerk, dem Handel, dem ganzen Dienstleistungsbereich und
in vielen anderen Branchen ist das Verhältnis ein völlig anderes", so
Amann. In einer Studie von PwC sei im Übrigen errechnet worden, dass
die Lohnnebenkosten eines österreichischen Modellunternehmens über
ein Drittel der Gesamsteuerrate ausmachen würden, die mit 55,5
Prozent selbst deutlich über dem EU-Schnitt von 44,2 Prozent liege.

676,7 Millionen Euro an Mehrkosten würden allein die vier im
Sparpaket angekündigten effektiven Lohnnebenkostensteigerungen den
Betrieben bis 2016 verursachen, speziell für ältere Arbeitnehmer
würden die Lohnkosten steigen. "Was ÖVP-Minister Mitterlehner als
"Marginalbelastung" bezeichnet, gefährdet besonders die heimischen
KMUs, die - was ihm entgangen sein dürfte -, den Löwenanteil der
Arbeitsplätze in Österreich erhalten und schaffen. Kämen derartige
Aussagen aus dem sozialistischen Eck, wäre das ja nichts Neues. Dass
sich die Unternehmer so etwas ausgerechnet vom Wirtschaftsminister
sagen lassen müssen, schlägt dem Fass den Boden aus", so Amann.

Rückfragehinweis:
RfW - Bundesmedienreferat
Isolde Seidl
Tel.: 01 / 408 25 20 -14
[email protected] http://www.rfw.at

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