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OTS0124   17. Feb. 2012, 12:37

"Orientierung" am 19. Februar: Kirchen und das Sparpaket


Christoph Riedl präsentiert im ORF-Religionsmagazin
"Orientierung" am Sonntag, dem 19. Februar 2012, um 12.30 Uhr in ORF
2 folgende Beiträge:

"Gürtel enger schnallen" - Kirchen und das Sparpaket

Mehr als 26 Milliarden Euro sollen bis zum Jahr 2016 in Österreich
eingespart werden. So besagt es ein Beschluss der österreichischen
Bundesregierung, der vergangene Woche präsentiert worden ist.
Kritische Stimmen dazu gibt es reichlich - auch aus den Reihen der
Kirchen: "Die Zukunftsfragen sollten innovativer in Angriff genommen
werden, braves Sparen kann nicht alles gewesen sein", so die erste
Reaktion der Caritas. In der "Orientierung" kommen Michael Landau,
Direktor der Caritas Wien, und Martin Schenk, stellvertretender
Direktor der Diakonie Österreich, zu Wort. Vor allem in der
Sparpaket-Formulierung "fünfprozentige Reduktion der ministeriellen
Ermessensausgaben" könnten Kürzungen für Menschen in Not "verpackt"
sein, befürchten die Kirchenvertreter. Und: Eine weitere
"Umverteilung" - von Reich zu Arm - sei notwendig. Bericht: Marcus
Marschalek, Mitarbeit: Michael Weiß.

Demokratische Christen: Gelebte Mitbestimmung in der evangelischen
Kirche

Am 18. März sind Katholikinnen und Katholiken in Österreich dazu
aufgerufen, in ihren Heimatpfarren neue Pfarrgemeinderäte zu wählen.
Der Pfarrgemeinderat ist so etwas wie der Vorstand der jeweiligen
Gemeinde. Dabei ist die Hierarchie sehr klar: Vorsitzender dieses
katholischen Gremiums ist immer der Pfarrer. Ganz anders die
Situation in der evangelischen Kirche, wo im vergangenen Herbst
Wahlen stattgefunden haben. Dort werden nicht nur die sogenannte
Gemeindevertretung ("Parlament") und das Presbyterium ("Regierung")
einer Pfarrgemeinde demokratisch gewählt, auch der Pfarrer bzw. die
Pfarrerin wird von den Gemeindemitgliedern bestellt: für zwölf Jahre,
mit einer Stimme in den Pfarrgremien und - im Gegensatz zu
katholischen "Kollegen" - ganz ohne Vetorecht. Bericht: Christoph
Riedl.

Radiostation als "Friedens-Netzwerk": Radio Sol Mansi in
Guinea-Bissau

Als eines der ärmsten Länder der Erde gilt der westafrikanische Staat
Guinea-Bissau. Etwa halb so groß wie Österreich, rund eineinhalb
Millionen Einwohner, die politische Lage ist relativ instabil:
Mehrmals in der jüngeren Vergangenheit kam es zu Militärputschen. Und
die Drogenmafia aus Südamerika nutzt Guinea-Bissau - gestützt auf
korrupte Generäle des Landes - als Brückenkopf für den
Drogenschmuggel nach Europa. Genug "heiße Themen" also, mit denen
auch die Journalistinnen und Journalisten der Radiostation Sol Mansi
in der Hauptstadt Bissau konfrontiert sind. Ein katholischer Pater
aus Italien hat Radio Sol Mansi aufgebaut - und zu einem
"Friedens-Netzwerk" gemacht: Der christliche Sender pflegt
ambitionierte Kontakte mit einer muslimischen Radiostation, selbst
ein großer Teil der Mitarbeiter von Radio Sol Mansi ist muslimisch
und regelmäßig kommen die beiden Senderchefs zusammen, um über
gemeinsame Projekte zu beraten. Bericht: Detlef Urban.

Nomade zwischen den Welten: Der mongolische Schamane Galsan Tschinag

Im Westen der Mongolei, im Hohen Altai, leben die Tuwa. Die
turkstämmige Minderheit hat sich über Jahrhunderte ihre
nomadisierende Lebensweise erhalten. Für die Tuwa ist die ganze Welt
beseelt. Sie haben keine Götter, sondern glauben an die Wesenheit
alles Lebendigen und aller Dinge. Der bedeutendste Stammesführer der
Tuwa ist der Schriftsteller Galsan Tschinag. Sechs Jahre lang hat er
in seiner Jugendzeit in Deutschland studiert. Zahlreiche Bücher hat
er seither in deutscher Sprache veröffentlicht. Heute lebt er die
meiste Zeit des Jahres in der mongolischen Hauptstadt Ulan-Bator.
Immer wieder besucht er aber auch seine Volksgruppe im Hohen Altai,
wo er aufgewachsen ist und schon als Kind zum Schamanen ausgebildet
wurde. Bericht: Gernot Stadler.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0124 2012-02-17 12:37 171237 Feb 12 NRF0013 0567




Rückfragehinweis: ORF-Pressestelle
Karin Wögerer
Tel.: (01) 87878 - DW 12913
http://presse.ORF.at

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