- 17.02.2012, 12:21:45
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Hundstorfer: Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit auf europäischer Ebene forcieren
Wien (OTS/BMASK) - Ein klares Bekenntnis zur Bekämpfung der
Jugendarbeitslosigkeit in der EU erwartet sich Sozialminister Rudolf
Hundstorfer vom heute stattfindenden EU-Rat der Beschäftigungs- und
Sozialminister in Brüssel. "Wir müssen auf europäischer Ebene rasch
klare Taten setzen." Die Sozialminister wollen sich im Vorfeld des
nächsten EU-Frühjahrsgipfels am 1. und 2. März auch mit der
Jugendarbeitslosigkeit befassen. Hundstorfer, der wegen Verhandlungen
über das Konsolidierungspaket am Freitag nicht am EU-Ministerrat
teilnehmen kann, hat an seine EU-Kollegen in einem Brief konkrete
Vorschläge zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit gemacht. ****
Österreich liege zwar bei der Bekämpfung der
Jugendarbeitslosigkeit im Spitzenfeld, europaweit aber "brennt der
Hut". In bereits zehn von 27 EU-Mitgliedstaaten liegt die
Jugendarbeitslosigkeit über 25 Prozent. Vor vier Jahre war das noch
in keinem Mitgliedstaat der Fall. Insgesamt sind in der EU zurzeit
rund 5,6 Millionen Jugendliche von Arbeitslosigkeit betroffen.
"Das ist ein soziales und politisches Pulverfass. Daher müssen auf
europäischer Ebene energische und wirkungsvolle Programme zur
Umsetzung einer europäischen Ausbildungs- und Beschäftigungsgarantie,
nach österreichischem Vorbild durchgeführt werden. Ein wesentlicher
Faktor für unseren Erfolg im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit ist,
dass Österreich auf kritische Entwicklungen am Jugendarbeitsmarkt in
der Krise relativ früh mit entsprechenden arbeitsmarkt- und
beschäftigungspolitischen Maßnahmen reagiert hat", so Hundstorfer.
Das duale Ausbildungssystem und breit gefächertes berufsbildendes
Schulwesen in Verbindung mit der Ausbildungsgarantie und
Beschäftigungsangeboten sowie die Einbindung der Sozialpartner tragen
wesentlich zur günstigen Ausgangssituation am österreichischen
Jugendarbeitsmarkt bei.
Als erster Schritt und ad hoc Maßnahme gehe es darum, nicht
verplante Mittel, die den Mitgliedstaaten ja schon zugewiesen sind
und nicht abgerufen werden (können) zu einfacheren Bedingungen (z.B.
reduzierte Kofinanzierungsraten) für die Bekämpfung von
Jugendarbeitslosigkeit einzusetzen. "Europa muss rasch und
unbürokratisch dieses Programm umsetzen. Zur Umsetzung dieser
Initiative soll eine Task Force Jugendinitiative eingerichtet werden,
die auf Wunsch der Mitgliedstaaten Unterstützungs-Know-how
bereitstellt. Ich bin zuversichtlich, dass meine Vorschläge beim
EU-Rat eine breite Unterstützung durch die Mitgliedsstaaten und die
Europäische Kommission finden", so Hundstorfer.
Weiters wird sich Österreich dafür einsetzen, dass der
EU-Sozialministerrat beim Bericht der EU-Kommission über
makroökonomische Ungleichgewichte mitreden kann. Die EU-Kommission
hat am Dienstag zwölf Länder wegen wirtschaftlicher Schieflagen in
mehreren Bereichen unter Beobachtung gestellt, Österreich ist nicht
darunter. "Wesentlich ist, dass der Rat BESO hier auch eine starke
Rolle in der Diskussion zur wirtschaftspolitischen Koordinierung
einnimmt, insbesondere bei allen Bereichen, die den Arbeitsmarkt
betreffen. In den Diskussionen sollte vermehrt Arbeitslosigkeit und
soziale Sicherheit thematisiert werden", schloss Hundstorfer.
(Schluss)
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Mag. Norbert Schnurrer, Pressesprecher des Sozialministers
Tel.: (01) 71100-2246
www.bmask.gv.at
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