- 16.02.2012, 10:45:47
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ÖH zu Schmidingers Studiengebühren-Alleingang: kurzsichtige Panikreaktion
Töchterle drängt Unis zu Lasten der Studierenden in die Ecke
Wien (OTS) - Wie einer Meldung der APA zu entnehmen ist, will
Rektor Schmidinger ab kommendem Wintersemester autonom
Studienbeiträge von Studierenden aus Nicht-EU-Ländern, sowie
Studierenden, die über der für ein Fach vorgesehenen Regelstudienzeit
liegen, einheben. "Wir sind enttäuscht von der Reaktion Schmidingers.
Sie zeugt davon, dass die Regierung die Unis derzeit so sehr geißelt,
dass derartige undurchdachte Vorschläge eingebracht werden.
Schmidingers Vorschlag ist nicht viel mehr als eine kurzsichtige
Panikreaktion. Für uns ist klar, dass wir Studierende dabei
unterstützen werden, ihr Recht auf freie Bildung einzuklagen", stellt
sich Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH klar hinter die
Studierenden.
"Gerade Ausländische Studierende als Problem darzustellen ist ein
Armutszeugnis. Anstatt internationale Studierende als Chance zu
begreifen, werden sie stigmatisiert und zu "ZahlerInnen" degradiert.
Dasselbe geschieht mit Studierenden, die nicht in Mindestzeit
studieren. Für längere Studienzeiten gibt es unzählige Gründe, die
Schmidinger anscheinend komplett egal sind: Über 60% der Studierenden
arbeiten mehr als 20 Wochenstunden; ein Zweitstudium,
Betreuungspflichten, Krankheit oder unzureichendes Lehrangebot können
die Studienzeit verzögern - wer auf diese keine Rücksicht nimmt,
verkennt die, auch ohne Studiengebühren oft prekäre Lebensrealtiät
der Studierenden", fordert Angelika Gruber vom ÖH Vorsitzteam.
"Töchterles Plan ist nun deutlich: er treibt die Universitäten so
lange in die Ecke, bis ihnen jeglicher Handlungsspielraum genommen
ist und sie auf rechtlich unsicherer Basis Studiengebühren einheben -
so kann es nicht weitergehen! Das Ministerium ist aufgefordert, die
fehlenden Millionen für die kommenden Semester aus den vorhandenen
Rücklagen zu ersetzen und für eine Ausfinanzierung der Hochschulen
Sorge zu tragen.", so Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH
abschließend.
Rückfragehinweis:
Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH)
Sara Scheiflinger, Pressesprecherin
Tel.: 0676 888 52 211
mailto:[email protected]
http://www.oeh.ac.at
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