• 16.02.2012, 09:00:31
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EU-Studie: Ärzte und Experten plädieren für die Neuausrichtung der europäischen Gesundheitssysteme

Aktuelle Studie zeigt Herausforderungen des demografischen Wandels

Wien (OTS) - 80 Prozent der in Europa im Gesundheitswesen
Beschäftigten glauben nicht an eine gute Versorgung im Alter: In der
europaweiten Studie der Economist Intelligence Unit äußerte sich die
Mehrheit der insgesamt über 1.000 Befragten besorgt darüber, wie sie
im Alter versorgt werden. Die von Pfizer unterstützte Studie
hinterfragt die Gesundheitsversorgung einer alternden Bevölkerung in
ganz Europa - insbesondere die Herausforderungen und Chancen, mit
denen sich die Länder konfrontiert sehen.

Die befragten Experten bezweifeln, dass gegenwärtige Strategien
zum Umgang mit dem demografischen Wandel umfassend, realistisch oder
ausreichend finanziert sind, um zukünftigen Anforderungen zu
begegnen. Aber nicht alle blicken pessimistisch in die Zukunft:
Während 49 Prozent der Befragten die Alterung der Gesellschaft als
Bedrohung für die Zukunftsfähigkeit des nationalen Gesundheitssystems
empfinden, glauben 50 Prozent, dass sie eine Chance für weitere,
ohnehin notwendige Gesundheitsreformen bietet.

Auf Basis der Befragung und Interviews mit 22 internationalen
Demografie-Experten wurde das Thesenpapier: "Eine neue Vision für das
Alter: Gesundheitspolitik überdenken für Europas alternde
Gesellschaft [A new vision for old age: Rethinking health policy for
Europe's ageing society] entwickelt." Das Resümee: Die
Gesundheitsversorgung für ältere Menschen muss dringend neu überdacht
werden.

In Deutschland sind die im Gesundheitswesen Beschäftigten dabei
verhältnismäßig optimistisch: Nur 36 Prozent befürchten, dass der
demographische Wandel das Gesundheitssystem gefährden wird. Mit ihren
europäischen Kollegen sind sich 45 Prozent der deutschen Befragten
darin einig, dass die Bürger mehr Eigenverantwortung für ihre
Gesundheit übernehmen sollten. Für unerlässlich halten deutschen
Experten ebenso Vorsorgestrategien. Die öffentlichen Kampagnen zur
Aufklärung von gesundheitlichen Risiken wie dem Rauchen empfanden 90
Prozent der deutschen Befragten als besonders effektiv.

Die wichtigsten Erkenntnisse der Studie sind:

- Investitionen sollten sich auch auf die Gesundheitsprävention
konzentrieren, da dies die Verbreitung chronischer Krankheiten
reduzieren könnte. 46 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus,
dass mehr Eigenverantwortung der Bürger für ihre Gesundheit ein
vorrangiges Ziel staatlichen Handelns sein sollte.

- Es sollte mehr Wert auf eine bessere Integration von
gesundheitlicher Versorgung und sozialer Fürsorge gelegt werden: Nur
38 Prozent der Befragten haben das Gefühl, dass dies in ihrem Land in
angemessener Weise geschieht.

- Die medizinische Ausbildung sollte sich auf die zukünftigen
Gesundheitsbedürfnisse der alternden Bevölkerungen konzentrieren, um
den Anforderungen chronischer Erkrankungen effizienter begegnen zu
können. 27 Prozent der Befragten sehen den Mangel an Arbeitskräften
in der Primärversorgung als eine der größten Herausforderungen ihres
Gesundheitssystems, 20 Prozent sagen das Gleiche in Bezug auf die
Beschäftigungssituation in der Sekundärversorgung. Die Ausbildung von
Fachpersonal im Gesundheitswesen ist gegenwärtig nicht auf den
steigenden Bedarf der Gesundheitssysteme ausgerichtet - insbesondere
nicht auf die umfassende Versorgung, die Patienten mit mehr als einer
chronischen Krankheit benötigen.

- Die negative Haltung gegenüber älteren Menschen muss sich ändern:
42 Prozent der Befragten sehen die innere Einstellung des
medizinischen Personals als große Hürde für eine bessere Versorgung
von älteren Menschen. Mehr als die Hälfte gibt zudem an, dass den
Beschwerden von älteren Patienten weniger Aufmerksamkeit geschenkt
wird als den Beschwerden von Jüngeren.

Die Empfehlungen des Positionspapiers skizzieren politische
Strategien, wie der Alterung der Bevölkerung nachhaltig begegnet
werden kann:

1. Gesellschaftliche Maßnahmen, die zur Erhaltung der Gesundheit
beitragen, sollten in größerem Umfang etabliert werden. Damit könnte
die "gesunde Lebenserwartung" gesteigert und der Beginn von
körperlichen Einschränkungen und chronischen Krankheiten
hinausgezögert werden.

2. Die Einführung innovativer Technologien wie Monitoring-System,
Telemedizin und neue Behandlungsmethoden, die weniger Besuche beim
Arzt erfordern, sollten gefördert werden, damit ältere Menschen
länger selbstständig leben können. Der Schlüssel für den Umgang mit
chronischen Krankheiten liegt darin, den Betroffenen ein unabhängiges
Leben innerhalb der Gemeinschaft zu ermöglichen.

3. Gesundheitsdienstleister und Leistungserbringer sollten dazu
ermutigt werden, eine integrierte, patientenzentrierte Versorgung
anzubieten. Sie soll den Patienten helfen, gesünder zu bleiben.

4. Eine spezialisierte, an den Bedürfnissen von älteren Menschen
orientierte Ausbildung sollte in allen medizinischen Berufen
etabliert werden.

Iain Scott, Managing Editor bei der Economist Intelligence Unit,
ergänzt: "Ganz Europa hat mit dem Problem einer alternden Bevölkerung
zu kämpfen. Unsere Studie zeigt deutlich, dass medizinische
Fachkräfte so wenig Vertrauen in die gegenwärtige Politik haben, dass
sie um ihre eigene Versorgung in der Zukunft bangen. Dieses
Thesenpapier legt die maßgeblichen Schritte dar, die ihrer Ansicht
nach in eine verbesserte Zukunft führen - nicht nur für ältere
Menschen, sondern für die gesamte Gesellschaft."
Richard Torbett, Senior Direktor von International Affairs bei
Pfizer, fügt hinzu: "Diese Studie zeigt: Menschen, die mit
Gesundheitsversorgung zu tun haben, sollten sich auf die Alterung der
Gesellschaft vorbereiten und dies in ihrer Planung fokussieren. Die
im Gesundheitswesen Beschäftigten weisen eindringlich darauf hin,
dass man jetzt, durch eine Priorisierung der Investitionen in
Prävention, Ausbildung und Integration von Dienstleistungen, den
Übergang zu einer älteren Gesellschaft nachhaltig und kosteneffektiv
schaffen kann. Aber gerade diese Bereiche sind am stärksten durch
Sparmaßnahmen gefährdet."

Eine neue Vision für das Alter: Gesundheitspolitik neu denken für
Europas alternde Gesellschaft ist kostenlos erhältlich unter:
http://www.businessresearch.eiu.com/new-vision-old-age.html

Über die Studie

2011 wurde eine Befragung unter 1.113 Beschäftigten in
Gesundheitsberufen aus mehreren europäischen Ländern durchgeführt,
darunter Großbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien
sowie die Niederlande, skandinavische Länder und Osteuropa. Die
Mehrzahl der Befragten (741) waren Fachkräfte mit unmittelbarem
Patientenkontakt wie Ärzte, Krankenschwestern und -pfleger, andere
arbeiteten in politischen/strategischen Bereichen. Dazu zählen
Verwaltung, Forschung und Entwicklung, Produktion, aber auch
Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Zur Ergänzung der Studie und
zur besseren Erklärung ihrer Implikationen wurden auch zahlreiche
führende Vertreter aus dem Gesundheitssektor, einschließlich
politische Entscheidungsträger, in Interviews befragt. Die Ergebnisse
werden zusammen mit diesem Thesenpapier und anderen zentralen
Aspekten zum Thema in einer Reihe von Fallstudien diskutiert und
separat veröffentlicht. Die Economist Intelligence Unit übernimmt die
vollständige redaktionelle Verantwortung für den Inhalt dieses
Berichts.

Über die Economist Intelligence Unit

Die Economist Intelligence Unit ist der Business-to-Business-Zweig
der Economist Group, die auch das Magazin The Economist
veröffentlicht. Als weltweit führender Anbieter von Länder- und
Business-Informationen hilft die Economist Intelligence Unit
Führungskräften bei der besseren Entscheidungsfindung, indem sie
rechtzeitige, verlässliche und objektive Analysen über globale
Markttrends und Geschäftsstrategien liefert. Mehr Informationen über
die Economist Intelligence Unit finden Sie unter www.eiu.com oder auf
www.twitter.com/theeiu.

Pfizer - Gemeinsam für eine gesündere Welt

Pfizer erforscht und entwickelt moderne Arzneimittel für alle
Lebensphasen von Mensch und Tier - und das schon seit über 160
Jahren. Mit einem der höchsten Forschungsetats der Branche (2010: 9,4
Milliarden US-Dollar) setzt Pfizer, mit Hauptsitz in New York, neue
Standards in verschiedenen Therapiegebieten wie beispielsweise
Entzündungskrankheiten, Krebs, Schmerz oder bei Impfstoffen. Weltweit
arbeiten bei Pfizer rund 100.000 Mitarbeiter daran, Krankheiten zu
heilen, zu lindern oder vorzubeugen. Pfizer ist in über 150 Ländern
mit Niederlassungen präsent und erzielte im Geschäftsjahr 2010 einen
Umsatz von rund 67,8 Milliarden US-Dollar.
In Österreich gliedert sich das Unternehmen in drei Geschäftsfelder:
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Originalpräparate und patentfreie Produkte einschließlich Generika.
Pfizer Corporation Austria ist ein wichtiger Partner der
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unseren Einsatz zu erfahren, besuchen Sie uns auf www.pfizer.at

Rückfragehinweis:
Pressekontakt Economist Intelligence Unit
Joanne McKenna
Presse-Hotline: +44 (0)20 7576 8188
E-Mail: [email protected]
www.store.eiu.com

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