- 15.02.2012, 13:13:57
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Eucharistie: Lösung für konfessionsverschiedene Ehepaare gesucht
Bei Innsbrucker Ökumene-Tagung war auch Problematik der gemeinsamen Eucharistiefeier für Eheleute getrennter Kirchen Thema
Innsbruck, 15.02.12 (KAP) Dass die Trennung der Kirchen für
Eheleute, die verschiedenen Konfessionen angehören und nicht
gemeinsam Eucharistie feiern können, besonders schmerzlich ist,
wurde bei der am Mittwoch endenden Ökumene-Tagung in Innsbruck
deutlich. Die evangelisch-lutherische Superintendentin Luise Müller
wies darauf hin, dass in ihrer Diözese, die sich auf Tirol und
Salzburg erstreckt, in manchen Gebieten bis zu 95 Prozent der
evangelischen Christen konfessionsverschiedene Ehepartner haben.
Hier brauche es endlich gemeinsame Lösungen, forderte Müller.
Der Innsbrucker Bischof Manfred Scheuer - in der Bischofskonferenz
u.a. für Ökumene-Fragen zuständig - betonte im "Kathpress"-Gespräch,
dass sich die katholischen Bischöfe der Problematik durchaus bewusst
seien. Er verwies auf das vatikanische "Ökumenische Direktorium" aus
dem Jahr 1993, in dem geregelt sei, dass Nichtkatholiken in
Einzelfällen zu den Sakramenten der Eucharistie, Buße und
Krankensalbung zugelassen werden können bzw. der Empfang sogar
empfohlen werde. Die jeweiligen örtlichen Bischofskonferenzen bzw.
auch Ortsbischöfe sollten dazu entsprechende Regelungen erlassen.
Auch die Österreichische Bischofskonferenz befinde sich derzeit im
"Status der Beratungen", so Scheuer. Er wolle einer Entscheidung
nicht vorgreifen, das Thema stehe aber jedenfalls auf der Agenda.
Auch Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Einheitsrates,
gestand ein, dass die derzeitige Situation sehr schwierig und nicht
befriedigend sei. "An konkreten Menschen prallen hier die
Grundüberzeugungen verschiedener Kirchen aufeinander", so Koch
wörtlich im "Kathpress"-Gespräch am Rande der Tagung. Die Not dieser
Ehepaare sei für ihn stets eine besondere Motivation gewesen, sich
in der Ökumene zu engagieren, so Koch. Es brauche endlich "tragbare
Lösungen", so der Kurienkardinal, ohne allerdings solche Lösungen
konkret auszuführen.
Elisabeth und Klemens Betz von der "ARGE Ökumene" präsentierten im
Rahmen der Tagung Visionen ihrer Initiative, wonach die "gemeinsame
Erfahrung des gemeinsamen Herrenmahls" als "Zeichen der Versöhnung"
wirken könne und die Kirchen näher zueinander führe. Wie Klemens
Betz betonte, wolle man aber lieber von "konfessionsverbindenden"
Ehepaaren sprechen. (Weitere Infos: www.oekumene.at)
Mehr auf www.kathpress.at (forts. mgl.) gpu/rme/
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