- 15.02.2012, 12:25:09
- /
- OTS0125 OTW0125
Jarmer: Nationale Notrufe müssen barrierefrei werden
Grüne: Notrufe für gehörlose, hör- und sprachbehinderte Menschen noch immer unzugänglich
Wien (OTS) - "Für Gehörlose, hör- oder sprachbehinderte Menschen
gibt es noch immer keine Möglichkeit, in Gefahrensituationen per
Notruf die Polizei, die Feuerwehr, oder die Rettung barrierefrei
anzurufen", kritisiert die Behindertensprecherin der Grünen, Helene
Jarmer, anlässlich des kürzlich stattgefundenen Tag des Notrufes 112.
"Der Europäische Notruf 112 wie auch alle nationalen Notrufe sind
derzeit nur unter Verwendung der Stimme zugänglich", erläutert Jarmer
und weiter: "Es ist unverständlich, dass es bis heute weder auf
nationaler noch auf europäischer Ebene eine gesetzliche Grundlage
gibt, den Notruf barrierefrei zugänglich zu machen.
Von technischer Seite stünde einem barrierefreien Notruf per Fax,
SMS, e-Mail oder Video-Chat nichts im Wege."
Auch die UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderungen
und die Europäische Strategie zugunsten von Menschen mit
Behinderungen 2010-2020 fordern das Prinzip der Barrierefreiheit auf
allen Ebenen.
Im Europäischen Parlament wurde am 17. November 2011 eine
schriftliche Erklärung zur Notwendigkeit eines barrierefreien
Notrufes 112 angenommen. Eva Lichtenberger, Abgeordnete der Grünen im
Europäischen Parlament, war maßgeblich am Zustandekommen dieser
Erklärung beteiligt. Noch nie zuvor wurde eine solche Abmachung von
einer derart deutlichen Mehrheit von 480 Abgeordneten unterzeichnet.
"Die Annahme der Erklärung ist ein wichtiger Schritt zu einem
barrierefreien Europa. Auch die Notrufe auf nationaler Ebene müssen
barrierefrei zugänglich gemacht werden. Frankreich ist dabei ein
gutes Beispiel", meint Jarmer.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:[email protected]
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMB






