• 15.02.2012, 12:00:35
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Ö3-Verkehrsaward: "Helden der Straße" zum elften Mal ausgezeichnet

Ö3ver des Jahres kommt aus Kärnten

Wien (OTS) - Sie bergen Unfallfahrzeuge, retten Menschen aus
Autowracks, löschen Fahrzeugbrände, sind bei Großveranstaltungen im
Einsatz, reinigen und reparieren Fahrbahnabschnitte, egal ob bei
klirrender Kälte oder brütender Hitze, tagsüber oder mitten in der
Nacht. Zum elften Mal zeichneten heute das Hitradio Ö3 und das
Innenministerium all jene mit dem "Ö3-Verkehrsaward" aus, die täglich
einen Beitrag zur Verkehrssicherheit auf Österreichs Straßen leisten:
Polizei, Rettung, Feuerwehr, Straßenmeistereien, Öffentlicher Verkehr
und die mehr als 26.000 Ö3verinnen und Ö3ver.

Der Ö3-Verkehrsservice liefert seit mehr als 30 Jahren erfolgreich
den Überblick über Österreichs Straßen, zuverlässig, schnell und rund
um die Uhr. Egal ob Geisterfahrer, Unfälle oder Staus, Glatteis oder
Lawinengefahr, Nebel und Rauchentwicklung, Überflutungen, verlorenes
Ladegut, Demonstrationen und Veranstaltungen, Zugausfälle oder
Verspätungen, überfüllte Parkplätze und defekte Bahnschranken - rund
eine Million Verkehrsmeldungen werden jedes Jahr in der
Ö3-Verkehrsredaktion verarbeitet. Nur die enge Zusammenarbeit aller
Beteiligten ermöglicht dabei ein hohes Ausmaß an Verkehrssicherheit.
Seit elf Jahren wird der Ö3-Verkehrsaward in sechs Kategorien
verliehen. Überreicht wurden die Auszeichnungen heute (15. Februar
2012) von Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner und
Ö3-Senderchef Georg Spatt. Der Titel "Ö3ver des Jahres" ging heuer an
den Kärntner Emanuel Rothmayr.

Ö3-Senderchef Georg Spatt: "Die verlässliche, genaue und aktuelle
Verkehrsinformation ist eines der wichtigsten und relevantesten
Programmelemente für die Ö3-Hörer und gehört zu den Kernaufgaben von
Hitradio Ö3. Die enge Zusammenarbeit mit den Blaulichtorganisationen,
Straßenmeistereien, dem öffentlichen Verkehr und den Ö3vern
garantiert dabei ein Optimum an Verkehrssicherheit im 'schnellsten
Verkehrsservice Österreichs'. Im Rahmen des Ö3-Verkehrsawards wird
diese wichtige professionelle und ehrenamtliche Unterstützung
ausgezeichnet."

Innenministerin Mag.a Johanna Mikl-Leitner: "Im Vorjahr ging die Zahl
der Verkehrstoten erneut deutlich zurück. Bei 491 tödlichen Unfällen
kamen 521 Menschen ums Leben. Das ist die niedrigste Zahl an
Verkehrstoten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950. Diese
Entwicklung geht zwar in die richtige Richtung, aber jede und jeder
Tote auf Österreichs Straßen ist eine bzw. einer zu viel. Daher
setzen wir auch künftig auf Maßnahmen zur Verkehrssicherheit und
-überwachung: Für Sicherheit - Für Österreich! Das geht nur, wenn
alle Akteure an einem Strang ziehen, von den Blaulichtorganisationen
über die zahlreichen ehrenamtlich Tätigen bis hin zu den zahlreichen
Ö3verinnen und Ö3vern. Der Verkehrsservice von Ö3 trägt wesentlich
dazu bei, dass Österreichs Straßen immer sicherer werden."

Thomas Ruthner, Leiter der Ö3-Verkehrsredaktion, präsentierte im
Rahmen der Verleihung erstmals eine Analyse aus 15 Jahren
Ö3-Geisterfahrerstatistik (1996-2011) und zeigt ganz deutlich: Die
Anzahl der Geisterfahrermeldungen geht zurück. Waren es im Jahr 2004
noch 550 Meldungen - der höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen
- wurde im letzten Jahr die niedrigste Anzahl mit 366 Meldungen
registriert. Die Gründe dafür liegen in den vermehrten
Alkoholkontrollen durch die Exekutive und in verbesserten baulichen
Maßnahmen. Auch der Boom an Navigationsgeräten hilft mit, Autofahrer
richtig zu leiten. In der Bundesländerstatistik der
Geisterfahrermeldungen der letzten 15 Jahren führt Niederösterreich
vor der Steiermark - das sind die Bundesländer mit dem längsten
Straßennetz. Bei der Analyse der Streckenabschnitte kristallisiert
sich ganz klar die A2 Südautobahn heraus: So waren im Kärntner
Abschnitt zwischen dem Knoten Villach und Klagenfurt statistisch
gesehen die meisten Geisterfahrer unterwegs. Samstag und Sonntag
gehören zu den gefährlichsten Tagen in der Woche.

Der "Ö3-Verkehrsaward" - die Preisträger:

Kategorie: Ö3verIn des Jahres
Preisträger: Emanuel Rothmayr

Seit 18 Jahren unterstützen Ö3verinnen und Ö3ver die
Ö3-Verkehrsredaktion. Ihren präzisen Beobachtungen entgeht nichts -
kein Stau, kein Unfall, keine Baustelle. Inzwischen haben sich mehr
als 26.000 Autofahrerinnen und Autofahrer als Ö3ver registriert.
Emanuel Rothmayr aus Kärnten ist einer von ihnen. Drei Mal pro Woche
fährt er von Villach nach Klagenfurt, zwei Mal von Villach nach Graz
und wieder zurück. Das sind fast 1000 km, die der Ö3ver in der Woche
im Auto auf Österreichs Straßen zurücklegt. Ab und zu muss er
geschäftlich nach Wien und nach Lustenau in Vorarlberg. Wer so oft
und lang im Auto sitzt, beobachtet natürlich auch immer wieder
brenzlige und außergewöhnliche Situationen. Mehrmals im vergangenen
Jahr ist Rothmayr an Unfallstellen vorbei gefahren, zum Beispiel im
Packabschnitt auf der Südautobahn. Auch einen brennenden LKW auf der
Tauernautobahn hat er passiert. In seinem Mobiltelefon gespeichert:
die Nummer der Ö3-Verkehrsredaktion 0800 600 601. Emanuel Rothmayr
leistet einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit auf Österreichs
Straßen. Für seinen engagierten Einsatz wird er als "Ö3ver des
Jahres" ausgezeichnet.

Kategorie: Rettung
Preisträger: Rotes Kreuz - Landesverband Wien

Der Vienna City Marathon, größtes Sportevent des Jahres in Wien, ist
auch die größte Herausforderung für die Wiener Autofahrer. Zahlreiche
Straßen sind für den Verkehr gesperrt, an diesem Tag haben die
Sportler Vorrang. Rund 32.000 Läufer aus mehr als 110 Nationen waren
2011 am Start, an die 400.000 Besucher verfolgten den Marathon am
Streckenrand. Bereits zum dritten Mal war das Rote Kreuz -
Landesverband Wien für die Sanitätsversorgung zuständig. Um die
Sportler bestmöglich betreuen zu können, stand ein Großaufgebot an
Einsatzkräften zur Verfügung: 28 Sanitätsfahrzeuge, neun Notärzte und
insgesamt 230 Mitarbeiter. Um an jedem Punkt der Strecke in kürzester
Zeit eingreifen zu können, war alle drei Kilometer eine mobile
Einheit postiert. Neben ihrer Hauptaufgabe als Rettungsstelle waren
die Rot Kreuz-Mitarbeiter somit auch ideale Verkehrsbeobachter am
Marathon-Tag. Das Rote Kreuz - Landesverband Wien versorgte die
Ö3-Verkehrsredaktion mit wichtigen Informationen und wird für seine
Leistung mit dem Ö3-Verkehrsaward in der Kategorie "Rettung"
ausgezeichnet.

Kategorie: Feuerwehr
Preisträger: Freiwillige Feuerwehr Ybbs an der Donau

7. Mai 2011, kurz vor Mittag: Auf der Westautobahn Richtung Wien
steht ein Sattelzug in Vollbrand - beladen mit Auto-Ersatzteilen. Der
tonnenschwere LKW brennt komplett aus. Der Fahrer kann sich in
Sicherheit bringen. 17 Mann der Freiwilligen Feuerwehr Ybbs treffen
nach wenigen Minuten an der Unglücksstelle ein. Starker Rauch und
große Brandhitze erschweren die Löscharbeiten. Zur Unterstützung
werden die Feuerwehren Pöchlarn, Ornding und Amstetten nachalarmiert.
Die A1 Richtung Wien wird zwischen Ybbs und Pöchlarn für sechseinhalb
Stunden gesperrt. Vor der Ableitung bei Ybbs bildet sich ein zehn
Kilometer langer Stau. Ein Spezialkran wird angefordert. Die Bergung
des ausgebrannten Schwerfahrzeugs und die Reparatur der Fahrbahn
dauern bis 18.00 Uhr. Kommandant Jochen Kupfer und Wolfgang
Anzenberger von der Feuerwehr Ybbs sind mit der Ö3-Verkehrsredaktion
kontinuierlich in Kontakt. Sie schildern direkt im Ö3-Verkehrsservice
die Situation an der Unfallstelle und beschreiben den Stand der
Aufräumarbeiten. Für ihre außerordentliche Leistung geht der
Ö3-Verkehrsaward in der Kategorie "Feuerwehr" an die Freiwillige
Feuerwehr Ybbs an der Donau.

Kategorie: Polizei
Preisträger: Landespolizeikommando Burgenland

Pfingsten 2011: 160.000 Fans sind bei strahlendem Sonnenschein zum
Nova Rock Festival - der Rock'n'Roll-Großveranstaltung auf den
pannonischen Feldern in Nickelsdorf - unterwegs. Die Abfahrten
Nickelsdorf und Mönchhof auf der A4, der Ostautobahn werden an diesem
Wochenende zum Nadelöhr. Der Freitag ist der Hauptanreisetag zum Nova
Rock Festival und so gibt es um 10 Uhr bereits drei Kilometer Stau
vor der Ausfahrt Nickelsdorf, die bis 12 Uhr noch auf sechs Kilometer
anwachsen, der Zeitverlust beträgt hier eine Stunde. Bis die Fans
bei den vorgesehen Parkplätzen ankommen, vergehen noch einmal an die
30 Minuten. Das Landespolizeikommando Burgenland - insbesondere
Oberst Franz Füzi und Oberstleutnant Andreas Stipsits - halten die
Ö3-Verkehrsredaktion den ganzen Tag über den Anreisestrom und die
Staulängen am Laufenden und wenden sich via Ö3-Verkehrsservice auch
direkt an die Ö3-HörerInnen und AutofahrerInnen. Dank des Einsatzes
des Landespolizeikommando Burgenland konnte die Ö3-Verkehrsredaktion
genaue Informationen zur Anreise liefern und gleichzeitig den
Pfingsturlaubern eine rasche Durchfahrt ermöglichen.

Kategorie: Straßenmeisterei
Preisträger: Autobahnmeisterei Plon

29. März 2011, kurz nach 4.00 Uhr früh: Auf der A13, der
Brennerautobahn verliert bei Matrei ein bulgarischer LKW-Lenker die
Kontrolle über sein Fahrzeug. Der LKW gerät ins Schleudern, streift
eine Leitschiene und kippt um. Er verliert dutzende Behälter mit
weißer Mineralölfarbe, die aufplatzen und die Fahrbahn auf einer
Länge von 300 Metern verunreinigen.
Die Aufräumarbeiten gestalten sich äußerst schwierig, man braucht
mehrere Stunden, um die zähe, klebende Masse mit Dampfstrahlern vom
Asphalt zu bekommen. Bis in die Nachstunden wird ununterbrochen
gearbeitet, um die Autobahn wieder für den Verkehr frei geben zu
können. Der Chef der Autobahnmeisterei Plon, Bertram Grießer, steht
mit der Ö3-Verkehrsredaktion ständig in Verbindung, informiert uns
laufend über den Fortgang der Arbeiten. Für diesen Einsatz erhält die
Autobahnmeisterei Plon den Ö3 Verkehrsaward in der Kategorie
"Straßenmeisterei".

Kategorie: Öffentlicher Verkehr
Preisträger: Linz AG Linien

Der Ö3-Verkehrsservice warnt nicht nur rechtzeitig vor Behinderungen
im Straßenverkehr, auch Meldungen vom öffentlichen Verkehr fließen in
die Verkehrsübersicht ein und sind seit Jahren fixer und
unverzichtbarer Bestandteil der Ö3-Verkehrsinformation. Einen
besonderen Beitrag zur Ö3-Verkehrsinformation leisten hier die Linz
AG Linien. Die Mitarbeiter der Leitstelle informieren die
Ö3-Verkehrsredaktion konsequent, rasch und zuverlässig, sobald es im
Liniennetz zu Verspätungen kommt oder Umleitungen notwendig sind. Nur
gut informierte Fahrgäste sind zufriedene Kunden. Eine umfassende
Information im Ö3-Verkehrsservice ist daher ein wichtiger Beitrag für
mehr Mobilität und größere Zufriedenheit der Verkehrsteilnehmer. Für
die ausgezeichnete Kooperation und perfekte Zusammenarbeit geht der
Ö3-Verkehrsaward in der Kategorie "Öffentlicher Verkehr" an die Linz
AG Linien.

Rückfragehinweis:
Hitradio Ö3 Öffentlichkeitsarbeit
Verena Enzi
Tel.: 01/36069/19121
mailto:[email protected]

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