- 15.02.2012, 10:04:46
- /
- OTS0059 OTW0059
Brauereiverband zieht positive Bier-Bilanz 2011: Österreich hängt Deutschland ab
Wien (OTS) - Die Österreicherinnen und Österreicher greifen wieder
vermehrt zu ihrem Lieblingsgetränk: Im vergangenen Jahr nahm der
Pro-Kopf-Verbrauch von Bier um 2,1 Prozent auf 108 Liter zu, der
Gesamt-Ausstoß betrug mehr als 8,9 Mio. Hektoliter (+ 2,9 Prozent).
Damit ist und bleibt Bier das beliebteste Getränk der Österreicher.
"Die Menschen gönnen sich wieder mehr Genuss", sagt Sigi Menz,
Obmann des österreichischen Brauereiverbandes. "Wir können mit dem
vergangenen Jahr sehr zufrieden sein. Die Absatzsteigerung von zwei
Prozent bestätigt, dass die Menschen österreichisches Bier in seiner
Vielfalt mit über 1.000 Sorten überaus schätzen. Die Zahlen zeigen
nicht zuletzt, dass das gemeinsame Bestreben der 73 österreichischen
Brauereien, ob klein, mittel oder groß, mit Tradition und Innovation
die Bierkultur zu fördern, Früchte trägt."
Österreich als Bier-Nation nach wie vor Europaspitze
Die Brauereien verzeichneten beim Bierausstoß im Inland einen
Zuwachs von 2 Prozent von 8,26 auf 8,43 Mio. Hektoliter und legten
beim Export sogar 19,4 Prozent zu. Alkoholfreies Bier hingegen musste
im Inland einen Rückgang von 0,6 Prozent und gesamt inkl. Export
einen Rückgang von 1,5 Prozent verzeichnen.
Österreich ist eine der führenden Bier-Nationen in Europa und
schneidet im Jahr 2011 im Vergleich zu Deutschland noch besser ab als
zuletzt: Denn wie das Statistische Bundesamt Wiesbaden kürzlich
veröffentlichte, weist Deutschland beim Bier-Inlandsabsatz einen
Rückgang von 0,8 Prozent aus. Deutschland liegt damit bei einem
Pro-Kopf-Verbrauch von 101,4 Litern weit hinter Österreich, in dem
108 Liter genossen werden.
Radler und Weizen legen kräftig zu, Lager-/Märzenbier bleibt Nr. 1
Lager-/Märzenbier ist nach wie vor die beliebteste Biersorte der
Österreicher - über 5,4 Mio. Hektoliter wurden 2011 konsumiert (+ 0,8
Prozent), der Marktanteil gesamt liegt für Lager/Märzen 2011 bei 63,3
Prozent und bleibt damit auf ähnlich hohem Niveau wie 2010 mit 64,0
Prozent.
Eine enorme Steigerung beim Inlands-Bierausstoß (exkl. Export)
kann der Radler mit Alkohol vorweisen: Gegenüber 2010 ist hier ein
Zuwachs von beachtlichen + 32,1 Prozent oder über 139.000 Hektolitern
zu verzeichnen, bei alkoholfreiem Radler um 19,3 Prozent.
Weizenbier legte um stolze 16,8 Prozent zu, auch Bockbier war heuer
wieder sehr beliebt und konnte Zuwächse verzeichnen (+ 4,7 Prozent).
Verluste hinnehmen mussten in erster Linie Leichtbier (- 9,4
Prozent), Spezial-Bier (- 4,2 Prozent) und Pils ( 3,9 Prozent).
"Diese Zahlen bestätigen einmal mehr, dass die Österreicher die
regionale Biervielfalt schätzen. Wir stehen zwar zu unseren Wurzeln,
unseren Traditionen, wollen gleichzeitig freilich auch nicht von
gestern sein. Unsere Kunden wissen das zu schätzen und nehmen auch
bierige Innovationen gerne an." so Sigi Menz.
Flasche bleibt Vorreiter
Heimisches Bier gelangt im Inland zu 70 Prozent in Mehrweggebinden
zu den Konsumenten. Der Flaschenbestand aller österreichischen
Brauereien beträgt über 150 Millionen Stück.
Insgesamt wurden 2011 fast 3,7 Mio. Hektoliter aus der beliebten
0,5 l Flasche (Mehrweg und Einweg) getrunken, diese Gebindeart
verzeichnete einen leichten Absatzzuwachs von 1,1 Prozent. Der
Marktanteil der 0,5 l Flasche beträgt 2011 nahezu unverändert zum
Vorjahr 43,2 Prozent.
Österreichische Brauwirtschaft - Wichtiger Wirtschaftsfaktor und
Job-Motor
Die Verbrauchszahlen aus 2011 veranschaulichen, dass Bier nicht
nur in der heimischen Kultur und Kulinarik tief verwurzelt ist,
sondern auch einen wichtigen volkswirtschaftlichen Faktor darstellt.
In Österreichs Brauereien sind rund 3.800 bestqualifizierte
Arbeitnehmer beschäftigt. Die Personalkosten (Löhne, Gehälter,
gesetzlicher und freiwilliger Sozialaufwand) betrugen 2011 fast 250
Mio. Euro - die Brauereien repräsentieren damit einen wichtigen
Job-Motor für die heimische Wirtschaft.
Zudem ist die österreichische Brauwirtschaft ein wichtiger und
unverzichtbarer Partner für die heimische Landwirtschaft. So stammt
die zur Herstellung des österreichischen Bieres verwendete Braugerste
größtenteils aus heimischem Anbau und auch der gesamte im Inland
geerntete Hopfen aus dem Mühl- und Waldviertel sowie dem Leutschacher
Gebiet wird in österreichischen Brauereien verarbeitet.
Biersteuer lässt Konsumenten tief in die Tasche greifen
2011 erzielten die österreichischen Brauereien einen Umsatz von
mehr als 1 Mrd. Euro und erbrachten eine Steuerleistung von über 250
Mio. Euro. Die Steuern auf Bier insgesamt brachten 2011 dem
Staatshaushalt rd. 700 Mio. Euro ein.
Ein Rekord ganz eigener Art wird der heimischen Brauwirtschaft von
"außen" auferlegt - die extrem hohe Besteuerung des Bieres. Die
gesamtsteuerliche Belastung beträgt hochgerechnet fast 50 Prozent.
Damit ist die Biersteuer auch im Vergleich zu den Nachbarländern in
Österreich ungleich höher. So beträgt die österreichische Biersteuer
mehr als das 2,5-fache (!) der deutschen Biersteuer. "Aufgrund der
unterschiedlichen Besteuerung ergibt sich in Österreich gegenüber
Deutschland ein um durchschnittlich 20 Prozent höherer
Flaschenbierpreis. Das ist überhaupt nicht gerechtfertigt, bringt die
Brauereien unter Druck und zieht den Konsumenten das Geld aus der
Tasche", so Menz. Die österreichische Brauwirtschaft fordert daher
einmal mehr die Angleichung der Bierbesteuerung an die benachbarten
Nationen sowie die Ausweitung der Biersteuermengenstaffel auf
Brauereien mit einem Jahresausstoß bis 200.000 Hektoliter.
Rückfragehinweis:
Verband der Brauereien Österreichs
Annemarie Lautermüller, Bakk.
Zaunergasse 1-3, 1030 Wien
Tel.: +43(0) 1 713 15 05; Fax: +43(0) 1 713 39 46
www.bierserver.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OBW






