• 14.02.2012, 14:43:27
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VP-Leeb: Steuerzahler zahlt für Dienstleistung des österreichischen Gewerkschaftsbundes

Kulturlotsinnen sind lediglich institutionalisierte Quersubventionierung

Wien (OTS) - Verbilligte Eintrittskarten für Ausstellungen und
Theaterbesuche sind keine neue Erfindung des Gewerkschaftsbundes.
Dieses Angebot wurde den Betriebsräten schon seit Jahrzehnten
unterbreitet. Warum seit drei Jahren dieses Angebot mit den
Kulturlotsinnen nunmehr institutionalisiert und durch die öffentliche
Hand mit 100.000 Euro unterstützt werden muss, bleibt in Zeiten der
Krise und des Sparens ein Rätsel.

"Man erfindet zu einem klassischen Angebot, wie dem schon
existierenden Kartenservice für Betriebsräte und Mitglieder einfach
ein zusätzliches. Man begründet schnell, dass dies ja im Sinne der
Öffentlichen Hand wäre und flugs erhält man als Institution schon
eine Subvention. Das ist das Grundübel der Österreichischen und
besonders der Wiener Förderpolitik, die in Zeiten wie diesen
gründlich zu hinterfragen ist", so ÖVP Wien Kultursprecherin LAbg.
Isabella Leeb.

Wer die externe Evaluierungs-Studie aufmerksam gelesen hat, wird
schnell feststellen, dass diese lediglich dem Zweck dient, die
Subvention an den österreichischen Gewerkschaftsbund und deren
Erhöhung zu rechtfertigen. Bemerkenswert war darin allerdings auch
die Feststellung, dass man mit den bisherigen Förderungen das
eigentliche Ziel, bildungsfernere Angestellte für Kunst und Kultur zu
interessieren, gänzlich verfehlt hat. Dadurch wird die Kalkulation,
die belegen soll, dass die Subvention zu einem guten Teil über die
Eintrittsgelder der Kulturinstitutionen wieder zurückfließt, vollends
ad absurdum geführt. Denn der Großteil jener Angestellten, die das
Angebot der Kulturlotsinnen bisher genützt haben, gaben an, diese
Institutionen schon bisher besucht zu haben.

"Jetzt versuchen zu wollen das ursprüngliche Ziel mit noch mehr Geld
aus der öffentlichen Hand erreichen zu wollen, ist lediglich ein
Eingeständnis des bisherigen Scheiterns. Kulturstadtrat
Mailath-Pokorny ist aufgefordert derartige Quersubventionierungen im
Sinne der Sparsamkeit sofort einzustellen", so Leeb abschließend.

Rückfragehinweis:
ÖVP-Klub der Bundeshauptstadt Wien
Tel.: (+43-1) 4000 /81 913
mailto:[email protected]

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