- 14.02.2012, 10:09:40
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ANSCHOBER: Schon seit einer Woche Überschreitungen bei Feinstaub in Oberösterreich
BM Berlakovich ist weiterhin säumig - jetzt muss endlich gemeinsam gehandelt werden!
Linz (OTS) - Nach einem von der Witterung begünstigten Jänner ist
seit vergangenem Mittwoch wieder eine längere Feinstaubperiode in
ganz Oberösterreich zu registrieren. Fast alle Messstationen in
Oberösterreich verzeichnen Überschreitungen des Grenzwerts von 50
Mikrogramm/Kubikmeter bei Feinstaub PM10 (aktuelle Werte auf der
Landeswebsite www.land-oberoesterreich.gv.at).
Laut den Daten des Umweltbundesamts ist die Situation in etlichen
Orten Österreichs noch deutlich brisanter: so wurde bei einer Grazer
Messstation bereits am Montag die im gesamten Jahr 2012 zulässige
Anzahl von 25 Grenzwertüberschreitungen erreicht. Neben dem Grazer
Raum haben auch alle anderen Bundesländer mit hohen Feinstaubwerten
zu kämpfen. In Oberösterreich wurden bis dato sowohl in Linz als auch
an Stationen wie Steyr, Lenzing oder Ebensee in Summe 8 bis 10
Überschreitungstage erreicht.
Die Landesmeteorologen erwarten eine Entwarnung erst mit einer
Veränderung der Wetterlage weg von der derzeitigen austauscharmen,
windstillen Lage hin zu Niederschlägen und Wind.
Seit dem Wochenende ruft Landesrat Anschober daher aufgrund der
tagelangen Überschreitungen an den meisten Messstellen in OÖ zu
freiwilligen Maßnahmen auf. Zur Verringerung der Feinstaubbelastung
kann jeder beitragen, indem auf nicht unbedingt notwendige
Autofahrten verzichtet und die Fahrgeschwindigkeit generell reduziert
wird, da bei höheren Geschwindigkeiten der Ausstoß an
Feinstaubvorläufersubstanzen stark ansteigt. Auch auf Zusatzheizungen
(Kachelöfen, Kaminöfen) sollte verzichtet werden.
Auf die Initiative von Umwelt-Landesrat Rudi Anschober, einen
gemeinsamen Arbeitsprozess von Bund und Ländern für wirksame
Maßnahmen zu starten, hat BM Berlakovich bis dato nicht reagiert.
Ziel muss sein, dass bis Sommer Einigung über Zusatzmaßnahmen
erreicht und diese umgesetzt werden. Eine ganze Reihe von Maßnahmen
im Zuständigkeitsbereich der Bundesregierung, die etwa bei der
letzten Landesumweltreferentenkonferenz vor einem halben Jahr
beschlossen wurden, sind bis heute nicht verwirklicht. Aber auch
Oberösterreich selbst müsse stärker aktiv werden, vor allem durch
eine Verkehrswende - hin zu mehr öffentlichem Verkehr und weniger
Emissionen aus dem motorisierten Individualverkehr.
LR Anschober will verhindern, dass ähnlich wie beim Klimaschutz
aufgrund jahrelanger politischer Versäumnisse hohe Strafzahlungen an
die EU drohen.
Rückfragehinweis:
Büro Landesrat Rudi Anschober, Mag. Rudi LEO, Pressesprecher, Tel: +436648299969, mailto:[email protected], Promenade 37, 4020 Linz, www.anschober.at
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