• 14.02.2012, 09:00:34
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Sicherheit und Privatsphäre

Drei neue EU-Sicherheitsforschungsprojekte werden in einem Pressegespräch am 15. Februar 2012 in der ÖAW präsentiert

Wien (OTS) - Das brisante Verhältnis von Überwachung, Sicherheit
und Privatsphäre steht im Mittelpunkt von drei neuen
EU-Sicherheitsforschungsprojekten, bei denen 30 Partner aus 12
europäischen Ländern zusammenarbeiten werden.

Aus Anlass des diese Woche stattfindenden Kick-off-Meetings lädt
das Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen
Akademie der Wissenschaften (ÖAW) zu einem Pressegespräch am 15.
Februar 2012, 9:15 Uhr.

In den Projekten SurPRISE (Surveillance, Privacy and Security: A
large scale participatory assessment of criteria and factors
determining acceptability and acceptance of security technologies in
Europe) und PRISMS (PRIvacy and Security MirrorS: Towards a European
Framework for Integrated Descision Making) wird die vielfach
propagierte These, dass ein Mehr an Sicherheit mit Einschränkungen
bei Grundrechten einhergehen muss, hinterfragt werden. In allen drei
Projekten werden neben ExpertInnen auch BürgerInnen zu Wort kommen.
In SurPRISE geschieht dies, indem rund 2.500 BürgerInnen aus neun
europäischen Staaten durch BürgerInnenbeteiligungsverfahren
eingebunden werden. Im Rahmen von PRISMS wird dazu eine europaweite,
repräsentative Befragung von 27.000 BürgerInnen durchgeführt.
Im dritten Projekt - IRISS (Increasing Resilience in Surveillance
Societies) - erfolgt die Einbindung der BürgerInnen durch Interviews
und empirische Studien. IRISS beschäftigt sich mit dem Zusammenhang
von Überwachung und Demokratie. Die wichtigsten Fragen sind: "Wie
reagieren die EU-BürgerInnen auf die vermeintliche oder reale Zunahme
von Überwachungsmaßnahmen?" "Beeinträchtigen diese Maßnahmen ihr
politisches Engagement?"

Das im Rahmen der drei EU-Sicherheitsforschungsprojekte generierte
Wissen soll EntwicklerInnen von Überwachungstechnologien sowie
EntscheidungsträgerInnen in Wirtschaft und Politik dabei
unterstützen, für BürgerInnen akzeptable, weil bürgerrechtskonforme
technische Systeme zu entwickeln und zu betreiben.

Pressegespräch ÖAW:  Sicherheit und Privatsphäre

 Ihre Gesprächspartner sind:
 
 - Ing. Mag. Johann Cas, Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA)
   der ÖAW, Wien 
   Projektkoordinator SurPRISE
 
 - PD Dr. Reinhard Kreissl, Wissenschaftlicher Leiter des Instituts
   für Rechts- und Kriminalsoziologie (IRKS), Wien
   Projektkoordinator IRISS
 
 - Dr. Michael Friedewald, Geschäftsfeldleiter Informations- und
   Kommunikationstechniken am Fraunhofer-Institut für System- und
   Innovationsforschung, Karlsruhe 
   Projektkoordinator PRISMS 

 Datum:   15.2.2012, um 09:15 Uhr
 Ort:     Österreichische Akademie der Wissenschaften Dachpavillon
          Doktor-Ignaz-Seipel-Platz 2, 1010 Wien

Rückfragehinweis:
Sabine Stemberger
Institut für Technikfolgen-Abschätzung
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Strohgasse 45/5, 1030 Wien
T +43 1 51581-6586
[email protected]

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