- 13.02.2012, 14:37:24
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Gemeinnützige zu Sparpaket: Kaufoptionswohnungen könnten teurer werden
Wien (OTS) - Die gemeinnützige Wohnungswirtschaft unterstützt das
von der Bundesregierung proklamierte Ziel eines sozial ausgewogenen
Sparpakets, zu dessen Gelingen alle Gesellschaftsgruppen kraft ihrer
Möglichkeiten einen Beitrag leisten sollen. So auch der
Immobiliensektor. Zurückhaltend stehen die Gemeinnützigen hier
allerdings den geplanten Änderungen beim Vorsteuerabzug bei der
Errichtung von Gebäuden gegenüber.
Nach der derzeitigen, noch näheren Details harrenden,
Informationslage ist eine Verlängerung des Verrechnungszeitraumes für
die Vorsteuerrückzahlung (derzeit 10 Jahre) vorgesehen. Karl Wurm,
Obmann des Verbandes gemeinnütziger Bauvereinigungen: "Davon
betroffen sein könnten auch die Kaufoptionswohnungen im
gemeinnützigen Wohnbausektor". Bisher konnte eine Mietwohnung nach 10
Jahren ohne Rückzahlung von Umsatzsteuer verkauft werden. Wurm: "Wird
der Vorsteuerberechtigungszeitraum, wie im 'Konsolidierungspaket'
angeführt, nun verlängert, schlägt sich die daraus resultierende
teilweise Rückzahlung der Umsatzsteuer entweder in einem entsprechend
höheren Kaufpreis nieder oder wäre von der Bauvereinigung zutragen,
was zu Lasten der immer wichtiger werdenden Eigenkapitalausstattung
der Gemeinnützigen gehen würde." Ohne Übergangsfristen wären davon
jährlich rd. 2.300 Wohnungen betroffen. Bei einer angenommenen
Verlängerung des Verrechnungszeitraumes auf 20 Jahre handelt es sich
dabei um rd. 10.000 bis 15.000 Euro, um die eine durchschnittlich
große Wohnung teurer werden würde. "Die Umsetzung des
Kaufoptionsmodells würde durch die geplante Änderung im
Vorsteuerbereich jedenfalls erschwert werden", so der GBV-Obmann
abschließend.
Rückfragehinweis:
Mag. Karl Wurm
GEWOG/Neue Heimat
Tel.: 01/401 09-12
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