OTS0005   12. Feb. 2012, 10:00

Spindelegger: "Der Kampf gegen den Einsatz von Kindersoldaten muss weitergehen!"

Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger anlässlich des Internationalen Tages gegen den Einsatz von Kindersoldaten.


Vor genau zehn Jahren, am 12. Februar 2002, trat das
Fakultativprotokoll zur UNO-Kinderrechtskonvention betreffend die
Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten in Kraft.
Mittlerweile haben sich mit diesem Protokoll 144 Staaten dazu
verpflichtet, jeden Einsatz von KindersoldatInnen in ihrem Land
strafbar zu machen.

"Der weltweite Kampf gegen den Einsatz von Kindersoldaten ist aber
noch lange nicht gewonnen. Schätzungen zufolge werden weltweit nach
wie vor 300.000 Minderjährige als Soldaten eingesetzt. Dieses
besonders grausame Verbrechen muss verfolgt und bestraft werden.
Diktatoren und Rebellenführer müssen wissen, dass die Internationale
Gemeinschaft derart schwere Menschenrechtsverletzungen nicht einfach
hinnimmt", so Außenminister Michael Spindelegger anlässlich des
Internationalen Tages gegen den Einsatz von Kindersoldaten.

Die Entwicklungen der letzten Jahre geben allerdings Anlass zur
Hoffnung. Vor dem Sondergerichtshof für Sierra Leone, dem auch die
erfahrene österreichische Richterin Renate Winter angehört, werden
beispielweise zahlreiche Fälle der Rekrutierung von Kindern für
bewaffnete Gruppen während des blutigen Bürgerkriegs behandelt.
Demnächst wird außerdem das erste Urteil des Internationalen
Strafgerichtshofs in Den Haag erwartet, in dem es um die Rekrutierung
von Kindersoldaten in der Demokratischen Republik Kongo geht.

"Eine ganz wichtige Herausforderung ist die Wiedereingliederung
ehemaliger Kindersoldaten in die Gesellschaft. Die meisten Kinder
bleiben nicht nur ein Leben lang gezeichnet, sondern werden oft auch
von ihren Herkunftsgemeinschaften ausgeschlossen", so Spindelegger
weiter. "Österreich unterstützt daher seit Jahren die Arbeit der UNO
zur Reintegration von ehemaligen Kindersoldaten und fördert solche
Projekte auch im Rahmen der österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit."

"Das 10-jährige Jubiläum des Inkrafttretens des Fakultativprotokolls
soll für uns alle - Staaten, internationale Organisationen und
Zivilgesellschaft - ein Impuls sein, unsere Anstrengungen im Kampf
gegen den Einsatz von Kindersoldaten zu intensivieren. Österreich hat
im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen 2009 bis 2010 wesentlich an
wegweisenden Schritten dazu mitgearbeitet und wird diese Bemühungen
auf allen Ebenen, insbesondere dem UNO-Menschenrechtsrat,
fortsetzen", so der Vizekanzler abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0005 2012-02-12 10:00 121000 Feb 12 MAA0001 0346



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