Sparkpaket - Küberl: "Sparen kann nicht alles gewesen sein"
Caritas-Präsident kritisiert: "Verbesserung der gesellschaftlichen Zukunftsfähigkeit spielt praktisch keine Rolle"
Wien, 11.02.12 (KAP) "Wir vermissen den großen Wurf. Braves Sparen
kann nicht alles gewesen sein." Mit diesen Worten hat
Caritas-Präsident Franz Küberl gegenüber "Kathpress" zum neuen
Sparpaket der Regierung Stellung genommen. "Die Regierung zeigt sich
sehr bemüht, beim großen europäischen Sparen mitzuhalten; es sind
auch eine Reihe logischer Maßnahmen gesetzt worden. Die Verbesserung
der gesellschaftlichen Zukunftsfähigkeit spielt dabei aber praktisch
keine Rolle", kritisierte Küberl am Samstag.
Mit Blick auf Bereiche wie z. B. Pflege, Bildung oder auch
Arbeitsmarkt für ältere Menschen seien Felder, die nicht angetastet
worden seien, so der Caritaspräsident. Küberl: "Bloßes Sparen führt
dazu, dass einem einmal die Luft wegbleibt. Ich appelliere für ein
neues Politikverständnis, damit die großen Zukunftsfragen innovativ
in Angriff genommen werden."
Zum Thema Pensionen erklärte Küberl, eine Umlenkung von
Invaliditätspensionsanwärter in die Rehabilitation brauche auch
strukturelle Voraussetzungen, wie z. B. den Ausbau des
Rehab-Angebots. Auch wies er darauf hin, dass der heimische
Arbeitsmarkt "nicht besonders einladend für ältere Arbeitnehmer" sei.
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