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Neues Volksblatt: "Solide Basis" von Markus EBERT
Ausgabe vom 11. Februar 2012
Linz (OTS) - Ein wenig paradox ist das Ergebnis einer Imas-Umfrage
schon. Darin sagen nur 15 Prozent, dass die Regierung ihre Arbeit gut
macht. Aber 54 Prozent sind der Meinung, dass es den Menschen in
Österreich wirtschaftlich besser geht als in den meisten anderen
Ländern Westeuropas. Weil aber die Rahmenbedingungen immer noch von
der Politik gestaltet werden, könnte man folgern, dass die Arbeit der
Regierung besser ist als ihr Ruf.
Seit gestern Abend haben die Koalitionsparteien die Chance, auf
Bundesebene aus dem Imagetief herauszukommen. SPÖ und ÖVP haben ein
Sparpaket geschnürt, das einer wesentlichen Botschaft geschuldet ist:
Wir tun etwas gegen die maroden Staatsfinanzen. Allerdings wird das
Signal, dass sehr wohl gearbeitet wird, nur dann bei den Wählern
ankommen, wenn beide Parteien unverrückbar hinter dem Sparpaket
stehen. Die angelaufene Diskussion sollte zum Argumentieren für das
Paket genutzt werden - und da reicht ein Satz, um die Menschen zu
erreichen: Wenn wir nichts tun, dann zahlen wir immer mehr für die
Vergangenheit und verlieren den Spielraum für die Zukunft. Diese
Solidarität mit den künftigen Generationen verlangt jetzt jedem
einzelnen einen Beitrag ab, aber es wird keiner überfordert. Der in
Umfragen geäußerte Reformwunsch und das Verständnis dafür sollten
eigentlich eine solide Basis für das Sparpaket bilden.
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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