Justizwachegewerkschaft fordert mehr Personal
Gewerkschaftliche Maßnahmen werden nicht ausgeschlossen
Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Justizwachegewerkschaft, Albin
Simma, FCG, wird in der nächsten Sitzung der Bundesleitung
Justizwache einen Antrag beschließen lassen, der gewerkschaftliche
Maßnahmen bis hin zum Streik, in welcher Form auch immer, beinhalten
wird.
"Es kann nicht sein, dass gerade in einer Berufsgruppe, die die
Sicherheit der Bevölkerung mit immer weniger Personal und immer mehr
Aufgaben an den verurteilten Kriminellen aufrechterhalten muss, mit
aller Härte das sogenannte Sparpaket trifft", betont Albin Simma.
Alleine der Umstand, dass es beim Sachaufwand für Gefangene (über 60
Prozent Ausländeranteil) keinerlei Sparmaßnahmen gesetzt werden und
andererseits die ausgelagerte Justizbetreuungsagentur Unsummen
verschlingt und scheinbar von den Einsparungsgedanken, die die
Bediensteten des Strafvollzuges mit aller Härte trifft, verschont
bleibt und weiterhin unverantwortlich mit Steuergeldern umgeht, nur
um Rechtsbrecher den Aufenthalt in den Gefängnissen Österreich so
angenehm wie möglich zu gestalten.
"Chorsingen, Trommeln, Einzeltherapiemaßnahmen, die zu
hinterfragen sind, sportliche Aktivitäten, die sich der
Normalösterreicher nicht mehr leisten kann, Theater-Regisseure, die
sich mit dem Strafvollzug bereichern, sind nur einige von diesen
Beispielen", meint Simma. Deswegen fordert der Vorsitzende der
Justizwachegewerkschafter ein deutliches Zeichen seitens der
Bundesregierung, dass nicht nur der Exekutivbereich und alle anderen
Bediensteten im Strafvollzug ihren Beitrag leisten müssen, sondern
auch Reformen im extrem sündhaft teuren Betreuungsvollzug in den
Justizanstalten Österreichs.
"Es kann nicht sein, dass verurteile Rechtsbrecher eine bessere
und teurere medizinische Versorgung erhalten, die in keiner Relation
zur Wirklichkeit stehen. Die Formel kann also nur heißen, weniger
Personal- weniger Leistung an den Gefangenen, sonst wird es deutliche
Zeichen der Bediensteten im Strafvollzug geben", so Simma.
Vorsitzender der Justizwachegewerkschaft
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