AKS: Zeig mir deine Eltern und ich sag dir deine Bildung!
OECD-Bericht bestätigt langjährige AKS-Forderungen
Wien (OTS) - In dem am Donnerstag präsentierten Bericht der OECD
"Equity and Quality in Education: Supporting Disadvantaged Students
and Schools" appelliert die OECD an Österreich, bereits begonnene
Reformen voranzutreiben und benachteiligte Schüler stärker zu
unterstützen.
Langjährige Forderungen der Aktion kritischer Schüler_innen (AKS)
werden dabei bestätigt. "Dass der Bericht der OECD Österreich zu
einer gemeinsamen Schule in Form der neuen Mittelschule für alle
aufruft ist erfreulich und unterstreicht unsere Forderung dass
Bildung unabhängig vom sozioökonomischen Hintergrund allen die
gleichen Möglichkeiten bieten muss", meint Eleonora Kleibel,
Bundesvorsitzende der Aktion kritischer Schüler_innen.
Das heutige österreichische Bildungssystem ist laut Kleibel
sozial stark selektiv und biete Kindern und Jugendlichen aus
verschiedenen sozialen Hintergründen nicht annähernd die gleichen
Chancen. "Vor allem die frühe Trennung ist schlicht unverantwortlich,
da dadurch der weitere Bildungsweg und damit auch die Zukunft von
10-jährigen entschieden wird."
Ebenso empfiehlt die OECD das Abschaffen des "Sitzenbleibens" und
begrüßt die Vorstöße in Richtung Modularisierung der Oberstufe.
"Wir begrüßen es, dass sich Schule zunehmend nach den Stärken und
positiven Leistungen der Schüler_innen richtet und nicht mehr nur an
Defiziten und Mängeln orientiert." so die Vorsitzende.
Der Regierungsvorschlag lässt aber noch Wünsche offen, da das Modell
der Oberstufe NEU keine Wahlmodule für Schüler_innen vorsieht.
"Bekanntlich lernt es sich am Besten, wenn auch Eigeninteresse
vorhanden ist." ist sich Kleibel sicher.
"Die 'Neue Mittelschule' hat aufgezeigt, dass Lehrer_innen, Eltern
und vor allem Schüler_innen Veränderungen in Richtung einer
gemeinsamen Schule begrüßen. Es ist erfreulich, dass wir in unseren
Anliegen jetzt auch Rückenwind von der OECD bekommen", so die
Schüler_innenvertreterin. Insbesondere die ÖVP muss endlich ihre
Blockadehaltung aufgeben und Veränderungen im Bildungswesen zulassen.
Ein selektives, differenziertes Schulsystem ist nicht zeitgemäß und
wirkt sozial selektiv. Jetzt ist es wichtig die aktuellen Reformen im
Bildungsbereich weiterzuführen und schnellstmöglich eine echte
gemeinsame Schule einzuführen um so soziale Ungerechtigkeit
abzubauen.", schließt Kleibel.
AKS-Bundesvorsitzende
Tel.: +43 699 1140 8142
mail: eleonora.kleibel@aks.at














