• 09.02.2012, 12:19:43
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Windkraft: SPÖ für Einbindung der Nachbargemeinden

Klubvorsitzende Jahn: "Ja zu Windkraft - in verträglicher Form."

Linz (OTS) - Auch nach Vorlage des Windkraftmasterplans wird das
Thema Windenergie in Oberösterreich heftig diskutiert: So liegen dem
Petitionsausschuss des Oö. Landtags heute kritische wie befürwortende
Petitionen von Gemeinden und Bürgerinitiativen vor.
SPÖ-Klubvorsitzende Mag.a Gertraud Jahn, die auch Vorsitzende des
Petitionsausschusses ist, bringt dazu mit dem betroffenen
Bürgermeister der Gemeinde Lengau, SPÖ-Landtagsabgeordneten Erich
Rippl, einen konkreten Vorschlag ein: "Um bei der Planung von
Windparks für mehr Verständnis und Zusammenwirken auch über die
Gemeindegrenzen hinweg zu sorgen, sollen alle Gemeinden, deren
Gemeindegebiet innerhalb der Mindestabstandsgrenzen liegt, aktiver
eingebunden werden. Denn derzeit spielen die Nachbargemeinden im
Behördenverfahren eine bloße Statistenrolle."

Windkraft spielt eine Rolle im Energiemix der Zukunft - das steht für
die SPÖ außer Frage. "Bei aller Notwendigkeit für den Umstieg auf
erneuerbare Energien darf jedoch nicht auf die Verträglichkeit für
Natur und Umwelt auf der einen Seite, sowie die Akzeptanz durch die
Bevölkerung auf der anderen Seite vergessen werden. Insbesondere
große Windkraftanlagen beeinträchtigen nachgewiesenermaßen das Natur-
und Landschaftsbild und haben über Schwingungen, Geräusche oder
beispielsweise Eiswurf Auswirkungen auf die Umgebung. Diese
Auswirkungen machen nicht vor der Gemeindegrenze halt - insbesondere
dann nicht, wenn wie im Fall des Windparks Munderfing dieser
unmittelbar an der Lengauer Gemeindegrenze errichtet wird", betont
Rippl.

Klubvorsitzende Jahn ist überzeugt, dass die Technologieentwicklung
bei Windkraftanlagen noch nicht abgeschlossen ist. "Das erklärte Ziel
der SPÖ ist es, Ökostrom durch gezielte Forschungsförderung
wirtschaftlich konkurrenzfähiger zu machen. Deshalb setzen wir uns
auch nach wie vor klar für eine Europäische Gemeinschaft für
erneuerbare Energien ein, die als Alternative zu Euratom auf EU-Ebene
fungieren soll. Hinzu kommt natürlich, dass in Oberösterreich die
Ausgangssituation für Windkraftanlagen nicht so gut ist wie
beispielsweise im windreichen Burgenland oder Niederösterreich.
Deshalb ist es besonders wichtig, im Einzelfall sachlich zu prüfen
und alle direkt Betroffenen einzubinden - dazu gehören natürlich auch
die Nachbargemeinden, wenn deren Gemeindegebiet innerhalb der
Mindestabstände geplanter Windkraftanlagen liegt", stellt Jahn fest.

Rückfragehinweis:
SPÖ-Landtagsklub
Mag. Andreas Ortner
Tel.: 0732/7720-11313

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