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OTS0108   9. Feb. 2012, 12:02

Grüne Wien/Pilz zu Wiener Ärztekammer: "Chance, verkrustete Strukturen aufzubrechen"


"Es ist an der Zeit, dass auch in der Wiener
Ärztekammer ein modernes und zeitgemäßes Verständnis von
Standesvertretung einzieht", kommentiert die grüne
Gesundheitssprecherin Sigrid Pilz die heutige Meldung, dass
ÄK-Präsident Dorner bei den kommenden Kammerwahlen im März nicht mehr
antritt.

"Im Wiener Gesundheitswesen müssen sich alle PartnerInnen zu den
längst notwendigen Reformen bekennen, auch die Ärztekammer muss aus
der Neinsager-Ecke und Besitzstandswahrer-Haltung heraus", so Pilz.
Es ist zu hoffen, dass der neue Kandidat der ÖVP-nahen Vereinigung,
Dr. Steinhart, die Zeichen der Zeit erkennt. In der Ärztekammer
selbst muss dringend Transparenz und Kostenbewusstsein einziehen, der
jüngste Rechnungshofbericht zur Kammergebarung zeigt nämlich großen
Handlungsbedarf auf. Auch in den Verhandlungen zu ELGA sollte seitens
der Kammerspitze längst mehr Sachlichkeit und PatientInnen-
orientierung an den Tag gelegt werden.

Bedauerlich findet die grüne Gesundheitssprecherin, dass in der
Ärztekammer weiterhin offenbar hauptsächlich männliche Funktionäre in
Spitzenämter gewählt werden. "Eine weibliche Führung hätte sowohl für
das Selbstverständnis von Standesvertretung, als auch als
Verhandlungspartnerin im Gesundheitswesen neue Zugänge eröffnen
können", so Pilz abschließend.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0108 2012-02-09 12:02 091202 Feb 12 GKR0003 0186



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