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Neues Volksblatt: "Länger arbeiten" von Michael KALTENBERGER
Ausgabe vom 9. Februar 2012
Linz (OTS) - Mit den sogenannten wohlerworbenen Rechten ist es so
eine Sache: Wenn sich kein Zahler findet, ist es aus mit den Rechten,
ob wohlerworben oder nicht.
Bei den Pensionen kann das ganz schnell passieren. Die Jungen, die
laut Umfragen zunehmend Zweifel haben, ob sie überhaupt mit einer
halbwegs ordentlichen Altersversorgung rechnen können, könnten die
Heerschar der gesunden und sportiven Frühpensionisten und
-pensionistinnen als Provokation empfinden und gegen die
Beitragszahlungen und Zuschüsse aus dem Budget rebellieren.
Wer sich gegen einen späteren Pensionsantritt sperrt, riskiert einen
Generationenkonflikt.
Der Pensionsexperte Wolfgang Mazal sieht im "länger arbeiten" darüber
hinaus die Chance, die ASVG-Pensionen anzuheben, zumindest
langfristig. Seine Rechnung: Mehr Beiträge aufgrund des späteren
Pensionsantritts und weniger Leistungen aufgrund der kürzeren
Pensionsdauer ergibt höhere Pensionen. Womit der zweite Konfliktherd
- zwischen den Pensionisten mit unterschiedlich üppigen
Pensionssystemen - beseitigt wäre.
Dass sich in der SPÖ (auch) die Jungen gegen eine Reform wehren, darf
als Kuriosität vermerkt werden. Gegen eine Reform, die nur ein Ziel
hat: dafür zu sorgen, dass auch sie einmal eine ordentliche Pension
bekommen.
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
mailto:[email protected]
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