ÖH ad Töchterle: neueste Aussage ein klares Zeichen der politischen Verweigerung
Anzahl der Studienplätze ist kein Naturgesetz sondern politische Entscheidung
Wien (OTS) - Die Österreichische HochschülerInnenschaft sieht in
Töchterles neuester Aussage ein klares Zeichen der politischen
Verweigerung. Es als gegeben zu betrachten, "dass es immer Leute
geben wird, die den Anforderungen entsprechen aber für die einfach
kein Platz da ist", ist aus Sicht der ÖH für einen
Wissenschaftsminister nicht tragbar. "Wie viele Studienplätze es
gibt, ist eine politische Entscheidung und kein Naturgesetz", so
Janine Wulz vom Vorsitzteam der ÖH. "Anstatt sich endlich zur
Ausfinanzierung der Hochschulen zu bekennen, stiehlt sich Töchterle
lieber aus seiner politischen Verantwortung."
Das Ziel des Ministers, die Universitäten zu elitären Einrichtungen
für eine kleine Minderheit umfunktionieren zu wollen, wird immer
deutlicher. "In der aktuell diskutierten Form ist auch die
Studienplatzfinanzierung nur ein Euphemismus für die weitere
Reduktion von Studienplätzen", so Peter Grabuschnig, ÖH
Generalsekretär. "Diese Maßnahme kommt der Forderung nach einem
generellen Aufnahmestopp gleich."
"Die ÖVP Bildungspolitik hat in den letzten Jahren auf voller Linie
versagt", so Martin Schott vom Vorsitzteam der ÖH weiter."Ein klares
Bekenntnis zur Ausfinanzierung der Hochschulen bleibt bis heute zu
vermissen. Stattdessen wurde kaputt gespart und nicht die
Studierenden, sondern die wirtschaftliche Verwertbarkeit ins Zentrum
gerückt. Immer schneller, immer eingeschränkter, immer kürzer soll
studiert werden, der Blick für den gesellschaftliche Wert der
Hochschulen wurde komplett verloren."
"Dieser absolut unverantwortlich Umgang mit Bildung muss endlich ein
Ende haben und die Hochschulen qualitativ und quantitativ ausgebaut
werden", fordert das ÖH Vorsitzteam geschlossen.
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