Land Kärnten schnürt Anti-Kälte-Sozialpaket
Hilfe für Menschen in sozialer Notlage durch Heizungshärtefond
Klagenfurt (OTS/LPD) - Für die unter der extremen Kälte leidenden
sozial schwachen und bedürftigen Kärntnerinnen und Kärntner schnürt
das Land Kärnten jetzt ein Anti-Kälte-Sozialpaket. Soziallandesrat
Christian Ragger und Energieförderreferent LHStv. Uwe Scheuch
präsentierten heute die wichtigsten Eckpfeiler des Maßnahmenpakets.
"Am Montag haben wir als Soforthilfe 50.000 Euro zu Verfügung
gestellt. Diese wurden nun zu einem Heizungshärtefond auf 200.000
Euro aufgestockt. Ehepaaren stehen bis zu 100 Euro Beihilfe zu,
Alleinstehende können bis zu 50 Euro Unterstützung anfordern.
Voraussetzung ist ein völlig unbürokratischer Nachweis einer
existenzbedrohenden Notlage. So sollten wir in diesem Bereich eine
Entlastung sozial schwacher Menschen erreichen", erklärte Ragger.
Grundsätzlich könnten Haushalte mit zwei und mehr Personen bis zu
einem Einkommen von maximal 1.200 Euro netto und Einpersonenhaushalte
bis maximal 800 Euro netto diesen Zuschuss für die Heizkosten
beantragen, wenn zum Beispiel die Stromversorgung nicht mehr
gewährleistet wäre oder es keine Möglichkeit zur Bedeckung der
erforderlichen Heizkosten gäbe, informierte Ragger. "Wir werden uns
jeden eingereichten Härtefall einzeln anschauen und dann
unbürokratisch entscheiden. Hier gilt es, mit Augenmaß und mit Herz
zu entscheiden", so der Soziallandesrat.
Der Heizungshärtefond solle die erste Aktion eines "Anti-Kälte
Sozialpaket" sein, kündigte Ragger an. "Wir geben pro Jahr insgesamt
31 Millionen Euro nur für die Sanierung bzw. Energieförderung aus.
Hier gilt es künftig noch stärker zwei Schienen zu bedienen:
Einerseits eine Reduktion des Energieverbrauches und andererseits
leistbare Energiekosten. Das wird auch sicher Thema unseres
Strompreisgipfels sein. Ein sozial verträglicher Stromtarif oder
Gutschriften für einen Stromverbrauch von unter 2.000 KW wären ein
geeigneter Ansatzpunkt", so Ragger.
Energieförderreferent Scheuch verwies auf die Tatsache, dass in
Kärnten fast 20.000 Haushalte mit Strom heizen würden. "Durch beinahe
jährliche Steigerungen der Energiekosten, durch den durchschnittlich
pro Jahr um vier Prozent steigenden Stromverbrauch und durch die
aktuelle Kältewelle sind viele Haushalte finanziell gleich dreifach
unter Druck. Wir werden daher neben den punktuellen Soforthilfen auch
verstärkt Maßnahmen für eine gesamtpolitische Energietrendwende in
die Wege leiten. Gerade Kärnten hat hier beste Voraussetzungen und
eine Vorreiterstellung bei der alternativen Energiegewinnung", so
Scheuch. Aufgabe sei es, Anreize für eine Umstellung der Heizsysteme
zu schaffen und langfristig wirksame Maßnahmen zu setzen, um die
Energie- und Heizkosten in den Griff zu bekommen und wieder für alle
leistbar zu machen.
I N F O: Betroffene Personen können sich bei der Sozialabteilung
des Landes Kärnten, Raimund Schnablegger, Tel: 050 536 14 6 45
melden.
Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-10201
http://www.ktn.gv.at














