Fünf Jahre Weiterbildungsakademie Österreich, wba
Österreichisches Pioniermodell schafft seit 2007 verbindliche Qualitätsstandards für Erwachsenenbildner/innen
Wien (OTS) - Am 01. Februar 2007 wurde die Weiterbildungsakademie
Österreich, wba, ein europaweit einzigartiges System zur
Standardisierung der Aus- und Weiterbildung von
Erwachsenenbildner/innen, ins Leben gerufen. An ihrer Gründung waren
alle zehn maßgeblichen Weiterbildungsverbände Österreichs, die in
der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs, KEBÖ, vereinigt
sind, gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Erwachsenenbildung,
bifeb), einer Einrichtung des Bundesministeriums für Unterricht,
Kunst und Kultur, beteiligt. Mittlerweile gilt die wba als
europäisches best-practice-Modell zur Professionalisierung und
Qualitätssicherung der Erwachsenenbildung und kann auf über 1.100
wba-Studierende, 455 vergebene Zertifikate sowie 114 Diplome zum
"Erwachsenenbildner" bzw. zur "Erwachsenenbildnerin" und
kontinuierlich steigende Anmeldezahlen verweisen. www.wba.or.at
Transparenz und verbindliche Standards
"Für Erwachsenenbildner/innen wird es immer wichtiger, ihre
Qualifikationen klar nachweisen zu können. Mit über 1.100
wba-Studierenden innerhalb von nur fünf Jahren wird deutlich, dass
der Bedarf an einem verbindlichen, standardisierten Kompetenznachweis
vorhanden ist, und wir damit eine Lücke im Bildungssektor schließen",
erklärt Mag. Karin Reisinger, Leiterin der wba-Geschäftsstelle in
Wien. Das Besondere an der wba: da an ihrer Gründung alle
maßgeblichen Weiterbildungsverbände Österreichs beteiligt waren
(Arbeitsgemeinschaft der Bildungshäuser Österreich, ARGE;
Berufsförderungsinstitut Österreich, bfi; Büchereiverband
Österreichs, BVÖ; Forum Katholischer Erwachsenenbildung in
Österreich; Ländliches Fortbildungsinstitut, LFI; Ring
Österreichischer Bildungswerke; Verband Österreichischer
Gewerkschaftlicher Bildung, VÖGB; Verband Österreichischer
Volkshochschulen, VÖV; Volkswirtschaftliche Gesellschaft Österreich,
VWG; Wirtschaftsförderungsinstitut der Wirtschaftskammer Österreich,
WIFI), ist das wba-Zertifikat bzw. -Diplom national wie international
breit anerkannt.
Träger der wba ist das bifeb), eine Einrichtung des
Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur. "Mit der wba
ist ein Vorzeige-Modell für die gute Zusammenarbeit von öffentlicher
Hand und gemeinnützigen Verbänden gelungen, das europaweit
beispielgebend ist", so bifeb)-Direktorin Dr. Margarete Wallmann, die
auch Vorsitzende des Lenkungsgremiums der wba ist. Die wba bringe
Transparenz in den Ausbildungsmarkt und schärfe das Berufsbild der
Erwachsenenbildner/innen. Die damit einhergehende Aufwertung der
Branche liege sowohl im Sinne der in der Erwachsenenbildung
Beschäftigten als auch im Sinne der Besucher/innen von
Weiterbildungsveranstaltungen.
Internationale Anerkennung
Die wba ist ein Pionierprojekt, für das Österreich innerhalb
unterschiedlicher Fachkreise in ganz Europa große Beachtung findet.
Nicht nur die steigenden Anmeldezahlen, auch das rege Interesse
anderer Länder zeigt, dass dieses Modell eine erfolgreiche Zukunft
vor sich hat. "Die wba wird in zahlreichen EU-Studien wie
beispielsweise einer Studie des European Centre for the Development
of Vocational Training, Cedefop, als internationales
best-practice-Modell für die Professionalitätsentwicklung der
Ausbildner/innen in der Erwachsenenbildung und die Anrechnung von
informell und nonformal erworbenen Kompetenzen herangezogen - das
zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind", so Wallmann.
wba ermöglicht Durchlässigkeit zwischen Erwachsenenbildung und
hochschulischer Aus- und Weiterbildung
"Wir wollen uns nicht auf den Erfolgen der letzten fünf Jahre
ausruhen, sondern arbeiten stets daran, unserer Vorreiterrolle in der
Erwachsenenbildung gerecht zu werden. Priorität haben dabei die
Themen hochschulische Anbindung sowie die lernergebnisorientierte
Umgestaltung unseres Curriculums, mit der wir auf einen
gesamteuropäischen Trend, den Europäischen Qualifikationsrahmen
(EQR), reagieren", so Reisinger.
Ein Meilenstein im Bereich hochschulische Anbindung war die
Entwicklung des Universitätslehrganges
"Erwachsenenbildung/Weiterbildung", der am 24. März 2011 startete und
als erstes Hochschulstudium erstmals auch Diplomanden der wba einen
Zugang ermöglicht. Der Lehrgang wurde von der Universität Klagenfurt
gemeinsam mit dem bifeb) sowie mit Vertreter/innen des bm:ukk, der
wba und von Erwachsenenbildungseinrichtungen entwickelt.
Weiters erfreulich: Ab Oktober 2012 ermöglicht das wba-Diplom mit
Schwerpunkt Bildungsmanagement die Teilnahme am berufsbegleitenden
zweijährigen Universitätslehrgang "Bildungsmanagement - Educational
Management MSc", einer Kooperation der Donau-Universität Krems und
des bifeb).
Information aus erster Hand
Die Mitarbeiter/innen der wba stehen das ganze Jahr für kostenlose
Informationsgespräche zur Verfügung.
Tel.: 01/ 524 2000
E-Mail: irmgard.stieglmayer@wba.or.at
Interessierte können sich darüber hinaus im Rahmen der BeSt 2012
persönlich informieren.
Termin: 09.-11. März 2012 jeweils von 16-18 Uhr
Ort: Wiener Stadthalle, Vogelweidplatz 7-9, 1150 Wien
Qualität hoch drei
Seit Oktober 2011 bildet die wba gemeinsam mit Ö-Cert, dem
Qualitätsrahmen für die Erwachsenenbildung in Österreich
(www.oe-cert.at) sowie der Initiative Erwachsenenbildung
(www.initiative-erwachsenenbildung.at) die Bürogemeinschaft "bifeb)
wien" in der Siebensterngasse 21/2, 1070 Wien. Damit sind gleich drei
einzigartige Qualitätsinitiativen im Bereich der Erwachsenenbildung
an einem Ort vereint. Mit der wba, Ö-Cert und der Initiative
Erwachsenenbildung setzen das bm:ukk und die Länder weitere wichtige
Schritte zur Professionalisierung und Qualitätsentwicklung der
Erwachsenenbildung in Österreich.
Der Weg zum wba-Zertifikat
Interessierte Erwachsenenbildner/innen drücken als wba-Studierende
nicht die Schulbank im klassischen Sinn, sondern durchlaufen die wba
großteils virtuell. Um ein anerkanntes wba-Zertifikat zu erlangen,
müssen neben aus-reichend Praxiserfahrung Wissen über Pädagogik,
Gesellschaft und Bildung, didaktische und soziale Kompetenz sowie
Management- und Beratungskompetenz nachgewiesen werden. Der Weg durch
die wba beginnt mit einer "Standortbestimmung", in der bereits
erworbene Kompetenzen und Zeugnisse überprüft und anerkannt werden.
Fehlende Kompetenzen werden nach einem individuellen Bildungsplan
nachgeholt und unter Beweis gestellt. Passende Bildungsangebote
werden von allen mitwirkenden Bildungspartnern in ihren Institutionen
bereitgestellt. Wer schließlich alle im Studienplan geforderten
Kompetenzen in einem speziellen Anerkennungsverfahren nachweist, kann
die zwei aufeinander aufbauenden Abschlüsse "wba-Zertifikat" und
"wba-Diplom" erwerben.
wba - Kompetenz braucht Anerkennung
Die wba ist ein Zertifizierungssystem für Erwachsenenbildner/innen
(Trainer/innen, Bildungsmanager/innen, Berater/innen und
Bibliothekare/innen). Das Verfahren setzt
erwachsenenbildungsspezifische Praxis voraus und erkennt bereits
vorhandene Qualifikationen an. Fehlende Kompetenzen können über
Angebote am Erwachsenen- bzw. Weiterbildungsmarkt erworben werden.
Abschlüsse gibt es auf zwei Stufen: Zertifizierte/r
Erwachsenenbildner/in und Diplomierte/r Erwachsenenbildner/in mit
ausgewiesenem Fachbereich. Die wba setzt einen wichtigen Schritt in
Richtung Professionalisierung der Erwachsenenbildung. Bisher wurden
455 wba-Zertifikate und 114 wba-Diplome vergeben. Mehr Infos unter:
www.wba.or.at
wba
Mag. Karin Reisinger
Siebensterngasse 21/2,
1070 Wien
Tel.: 01/ 524 2000 DW 12
Mail: karin.reisinger@wba.or.at
www.wba.or.at
comm:unications,
Agentur für PR,
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Mag. Nina Weiß und Mag. Monika Strachalski, MA
Liechtensteinstraße 12/9,
1090 Wien
Tel.: 01/ 315 14 11
Mail: nina.weiss@communications.co.at
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