OTS0147   8. Feb. 2012, 13:10

Frühe Sprachförderung als Schlüssel zu erfolgreicher Integration

15a-Vereinbarung über die sprachliche Frühförderung unterzeichnet


Der Ministerrat hat Ende Jänner eine
sogenannte 15a-Vereinbarung über die frühe sprachliche Förderung in
institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen beschlossen - bei
ihrer letzten Regierungssitzung auch die Vorarlberger
Landesregierung. Damit stehen in Vorarlberg bis 2014 jährliche
Fördermittel in Höhe von rund 500.000 Euro zur Verfügung, betonte
Landeshauptmann Markus Wallner heute, Mittwoch (8. Februar) bei der
gemeinsamen Vertragsunterzeichnung mit Integrationsstaatssekretär
Sebastian Kurz im Landhaus.

Mit der vorliegenden Vereinbarung soll die frühe sprachliche
Förderung von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren in
institutionellen Kinderbetreuungseinrichtungen (das sind vorallem
öffentliche und private Kindergärten sowie vergleichbare
Einrichtungen) weiter vorangetrieben werden. Die Vereinbarung ist bis
2014 gültig.

"Bund und Länder treffen damit Maßnahmen, um das Erlernen der
Unterrichtssprache Deutsch durch alle Kinder bis zum Eintritt in die
erste Schulstufe der Volksschule möglichst sicher zu stellen," sagt
Landeshauptmann Wallner. Jeder dafür investierte Euro der Länder wird
vom Bund verdoppelt: Österreichweit stehen somit bis zu zehn
Millionen Euro pro Jahr zur Verfügung. Auf das Land Vorarlberg
entfällt in den kommenden drei Jahren ein jährlicher Bundes-Zuschuss
von knapp 250.000 Euro.

Die Fördermittel stehen all jenen Ländern zur Verfügung, die die
15a-Vereinbarung auch ratifizieren (Landtagsbeschluss).
Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz geht davon aus, dass alle
Länder ratifizieren: "Es geht um die Kinder. Integration kann nicht
früh genug beginnen. Integration funktioniert durch Leistung, und die
Grundvoraussetzung dafür ist die deutsche Sprache."

Umsetzung durch die Länder

In Vorarlberg besuchen bereits fast alle Vierjährigen einen
Kindergarten. Im Rahmen der "Kindergartenvorsorge neu" wird ein
allfälliger Sprachförderbedarf festgestellt. Bei entsprechendem
Bedarf werden die Kinder von den Kindergartenpädagoginnen zusätzlich
individuell gefördert.

Die Bundesmittel werden dem Land für Sprachfördermaßnahmen in den
Kindergärten und zur Unterstützung von Projekten wie "mehr Sprache"
und der Projektstelle "okay.zusammen leben" zur Verfügung gestellt.

Integration als gemeinsame Gestaltungsaufgabe

Mit dem Integrationsleitbild des Landes ist ein verbindlicher
Rahmen für alle laufenden und künftigen Aktivitäten geschaffen
worden. "Das Ziel in der Integrationspolitik lautet, weiterhin ein
Land zu sein mit hoher Integrationskompetenz, geprägt von
wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, sozialem Zusammenhalt und einem
produktiven Umgang mit kultureller Vielfalt," sagte Landesrat Erich
Schwärzler. Der Weg der Integrationsarbeit im Netzwerk von Land,
Gemeinden, Projektstelle "okay.zusammen leben", Institutionen,
Migrantenorganisationen und anderen Partnern erweist sich als richtig
- Schwärzler: "Integration muss bei den Menschen stattfinden."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0147 2012-02-08 13:10 081310 Feb 12 NVL0005 0393



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