- 08.02.2012, 12:32:24
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AK-Wien: Über 390.000 Beratungen im Jahr 2011
Fast 10 Prozent mehr Arbeitsrechtsanfragen/rund 62 Millionen Euro für Beschäftigte vor Gericht und bei Insolvenzen herausgeholt
Wien (OTS) - Mit über 390.000 Beratungen per Telefon, E-Mail oder
im persönlichen Gespräch hat die Arbeiterkammer Wien im Jahr 2011
ihre Leistung für die Beschäftigten weiter gesteigert. Im Jahr zuvor
waren es noch über 360.000 Anfragen. Den größten Posten machen nach
wie vor die Anfragen zu Arbeitnehmerrechten aus: Auch hier
beantworteten die AK RechtsexpertInnen mit rund 270.000 Anfragen
deutlich mehr als im Vorjahr (250.000). Allein in der gerichtlichen
Auseinandersetzung und der Vertretung der Beschäftigten in
Insolvenzverfahren haben die AK-Wien-ExpertInnen etwa 62 Millionen
Euro für die Beschäftigten herausgeholt. Rund 50.000 mal haben
Beschäftigte sich bei der AK Rat in Fragen des Konsumentenschutzes
geholt, weitere 40.000 gab es Anfragen zu Problemen des Sozialrechts
und weitere rund 27.000 zur Steuerveranlagung. "Die Beschäftigen
nehmen uns in Anspruch und können sich dabei auf uns verlassen", so
AK Präsident Herbert Tumpel.
Auffallend war im Jahr 2011: Deutlich mehr ArbeitnehmerInnen haben
sich über ihre Rechte im Betrieb erkundigt. "Unsere Mitglieder, die
Beschäftigten erleben eine immer komplexere Arbeitswelt, und sie
wissen: Bei der AK gibt es kompetente Auskunft und notfalls eine
starke Schulter an ihrer Seite, wenn es zum Konflikt kommt", so
Tumpel. Dass die Beschäftigten nach wie vor auch die starke Schulter
der AK brauchen, zeigen Fälle wie die des Wiener Dienstleistungs- und
Reinigungs-Unternehmens Janus: Das Unternehmen machte Schlagzeilen im
Streit um einen Reinigungsauftrag im AKH. Nach Verlust des Auftrags
wurden viele Mitarbeiterinnen gekündigt, aber die Firma zahlte
wohlverdientes Geld nicht korrekt aus. Die AK prüfte die
Endabrechungen und holte für 53 ehemalige Beschäftigte der Firma
Janus rund 500.000 Euro an noch offenen Lohn- und Entgeltforderungen
herein, ohne dass auch nur ein Gericht bemüht werden musste. Etwa
6.500 Beschäftigte in Wien wurden bei der Insolvenz ihrer Firma vom
Insolvenzschutzverband für ArbeitnehmerInnen von AK und ÖGB
vertreten und bekamen so zur insgesamt rund 40 Millionen Euro.
Berühmtestes Beispiel war die Insolvenz der Modekette Don Gil. Hier
ging es um die Oktobergehälter. Diese Forderungen dazu wurden im
November eingebracht. Noch vor Weihnachten hatten die Beschäftigten
ihr Geld am Konto. Die Endabrechnungen sind noch in Arbeit.
Auch die KonsumentInnen nahmen mit fast 50.000 Beratungen im Jahr
2011 den Rat der AK KonsumentenschützerInnen stark in Anspruch. Die
KonsumentInnen fragten bei der AK nach etwa bei Problemen mit
Handwerkern, Fitnesscentern oder Modelagenturen. Sie beschwerten
sich über mangelhafte Produkte, über Internteabzocke und Cold calling
und suchten Rat bei Problemen mit Anbietern von
Telekommunikationsdiensten, wie etwa überhöhte Telefonrechnungen. Sie
fragten nach bei Wohnrechtsproblemen. Im Bereich der
Finanzdienstleistungen gab es häufig Anfragen zur Einlagensicherung
und zu Krediten.
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Ute Bösinger
Tel.: (+43-1) 501 65-2779
mailto:[email protected]
wien.arbeiterkammer.at
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