OTS0171   7. Feb. 2012, 17:00

"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "KHG reif fürs Gericht"

In der Schwiegermutter-Falle? Das letzte Wort soll endlich die Justiz sprechen.


KHG war von Anfang an ein Opfer. Der Crash 2008 trieb
auch hierzulande ein Finanz-Unternehmen Richtung Abgrund. Als
Ermittler in der Constantia-Affäre die Buchhaltung durchwühlten,
flogen ein paar Grasser-Freunderln auf, die beim BUWOG-Deal eine
Zehn-Millionen-Provision einstreiften. Grasser gab und gibt sich
"supersauber". Dass Meischberger & Co hinter seinem Rücken daran
verdient haben, ärgere ihn maßlos. Freilich nicht derart, dass er
mit ihnen bricht. Dem einen gab er ("Wo woar mei Leistung?")nach wie
vor gute Tipps. Mit dem anderen suchte er weiter Geschäfte zu machen.
Eine profil-Enthüllung rückt Grassers Geldkarussell neuerlich ins
Zwielicht: Seine Schwiegermutter ließ die Steuerbehörde wissen, sie
habe "wirtschaftlich" nichts mit jenem Konto zu tun, über das
Grasser für sie einen Anlagedeal abgewickelt haben will. Ein
beweiskräftiges Indiz, dass er doch als Finanzminister
höchstpersönlich bei einem Deal der Kärntner Hypo mitgeschnitten hat?
KHG bleibt ein Opfer: Alles nur "eine Hetzkampagne". Der Fall
Grasser ist seit Herbst 2009 justizanhängig. Es ist hoch an der
Zeit, dass sich ein unabhängiger Richter der Causa annimmt: Um
endlich die vielen Indizien zu bewerten und alle Zeugen unter
Wahrheitspflicht einzuvernehmen - bis hin zur ominösen
Schwiegermutter.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0171 2012-02-07 17:00 071700 Feb 12 PKU0002 0216




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