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OTS0140   7. Feb. 2012, 13:40

600 Millionen Euro: Vorarlberg investiert in erneuerbare Energie

Partnerschaft zwischen Illwerken und EnBW ermöglicht Millionen-Investitionen in Vorarlberg - LH Wallner: "Historischer Beschluss"


Die Vorarlberger Illwerke AG ist durch
langfristige Verträge mit der EnBW verbunden. Der
baden-württembergische Energieversorger sichert sich dadurch 50
Prozent der Speicher- und Regelenergie aus den Kraftwerken der
Illwerke, beteiligt sich dafür aber auch in diesem Umfang an den
Jahreskosten des Vorarlberger Stromproduzenten. Nun haben sich der
Vorstand der Illwerke und die Verantwortlichen der EnBW auf eine
Vertragsverlängerung um zehneinhalb Jahre bis 2041 geeinigt - für
Landeshauptmann Markus Wallner "ein historischer Beschluss".

Die EnBW errichten mit den Illwerken das Obervermuntwerk II und
das Rellswerk. Der deutsche Energiekonzern beteiligt sich finanziell
auch an den Erweiterungen der Umspannanlage Bürs. "Insgesamt geht es
dabei um ein Investitionsvolumen von rund 600 Millionen Euro. Das
bedeutet eine beträchtliche Wertschöpfung für Vorarlberg und erhöht
die Versorgungssicherheit", betonte Landeshauptmann Markus Wallner
als Eigentümervertreter im heutigen Pressefoyer (Dienstag, 7.
Februar).

Durch die Partnerschaft mit der EnBW - das heißt mit der
Vermarktung von 50 Prozent des Energiedargebots auf Jahreskostenbasis
mit Gewinnzuschlag und 50 Prozent Eigenvermarktung - sei bis 2041,
also auf fast 30 Jahre hinaus eine optimale Risikostreuung gegeben,
führte Illwerke-Vorstandsvorsitzender Ludwig Summer aus. Mit der
schnell zur Verfügung stehenden Spitzenenergie sei die
Illwerke-VKW-Gruppe "die Energiefeuerwehr für den Süden
Deutschlands".

Obervermuntwerk II: Viel Leistung, umweltfreundliche Technik

Obervermunt II wird das zweitstärkste Kraftwerk der Vorarlberger
Illwerke AG. Mit seiner installierten Nennleistung von 360 Megawatt
wird es die Engpassleistung der Kraftwerksgruppe Obere Ill-Lünersee
im Turbinenbetrieb um rund 21 Prozent von 1.698 auf 2.058 Megawatt
und im Pumpbetrieb um rund 36 Prozent von 999 auf 1.359 Megawatt
erhöhen. Die Anlage wird als Kavernenkraftwerk ausgeführt. Der
Schwerpunkt der Energieerzeugung liegt in der Bereitstellung von
hochwertiger Spitzen- und Regelenergie. Das Wasser kann bei Bedarf
aus dem Vermuntsee jederzeit wieder in den Silvrettasee zurück
gepumpt werden. Die Bauzeit beträgt rund fünf Jahre und könnte 2018
mit dem Probebetrieb der Anlage abgeschlossen werden.

Rellswerk

Die Vorarlberger Illwerke AG beabsichtigt, im Bereich der
Rellskapelle den oberen Rellsbach zu fassen und im Lünerseewerk zu
nutzen. Durch die Nutzung des Wassers ab der 1.450 Meter hoch
gelegenen Rellskapelle anstatt ab der bestehenden Rellsbachfassung
auf 1.000 Meter wird
zusätzlich Primärenergie von rund 18 GWh/Jahr gewonnen. Gleichzeitig
erhöht sich die Erzeugung von hochwertiger Spitzen- und Regelenergie
im Lünerseewerk in der Größenordnung von etwa 40 GWh/Jahr. Mit dem
Baubeginn wird 2013 gerechnet.

Die Landesregierung hat dieser Einigung zwischen EnBW und den
Illwereken in ihrer heutigen Sitzung (Dienstag, 7. Februar) per
Regierungsbeschluss zugestimmt. Die Vereinbarung wird nun dem
Vorarlberger Landtag zur Beschlussfassung vorgelegt.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0140 2012-02-07 13:40 071340 Feb 12 NVL0005 0444



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