• 07.02.2012, 13:28:30
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EU-Innovationsbericht - Bures: Österreichs Stärke liegt in der wirtschaftsnahen Forschung

Wien (OTS/BMVIT) - Heute hat die EU-Kommission ihren neuen
"Innovationsanzeiger", das "Innovation Union Scoreboard" (IUS), für
2011 vorgelegt. Das IUS ist ein seit dem Jahr 2001 jährlich
erscheinendes Benchmarking-Instrument der Europäischen Kommission,
das die Innovationskraft der verschiedenen EU-Länder miteinander
vergleicht. Österreich wird darin auf Rang 8 geführt (2010: Rang 7),
als einer der Staaten mit einer "überdurchschnittlichen Performance",
die unmittelbar auf die Innovation Leader folgen. ****

Innovationsführer in der EU sind Schweden, Dänemark, Finnland und
Deutschland. Darauf folgt eine Gruppe von sechs Staaten, darunter
auch Österreich, die die Kommission als "Innovation Follower"
klassifiziert. Die Unterschiede im Indexwert dieser Staaten sind sehr
gering.

Innovationsministerin Doris Bures sieht im Innovationsranking einen
wichtigen Vergleich, an dem man die Stärken und Schwächen Österreichs
im europäischen Vergleich ablesen kann. So zeigen die
Einzelauswertungen, dass Österreich bei den wirtschaftsnahen
Indikatoren sehr gut abschneidet. Dazu zählen die F&E-Ausgaben der
Unternehmen, die angemeldeten Patente, Trademarks und Designs sowie
beim Anteil der innovativen KMUs.

Hervorzuheben sei hier, dass sich Österreich gerade in den Bereichen
der "großen gesellschaftlichen Herausforderungen" mit Innovationen,
Erfindungen und Patenten hervortut. Ministerin Bures sieht darin auch
eine Bestätigung für ihr Ressort: "Genau hier setzen wir unsere
Schwerpunkte - in Bereichen, in denen man mit Technologien die
wichtigsten Herausforderungen unsrer Zeit lösen kann: Energie,
Produktionstechnologien, Umwelttechnologien, IKT, auch IKT-Lösungen,
die einer älter werdenden Gesellschaft das Leben erleichtern, und
Mobilität."

Weniger gut liegt Österreich bei den Kategorien Venture Capital und
Akademikerquote. Auch im Bereich Technologieexporte, insbesondere
Hochtechnologieexporte, sieht Bures noch Handlungsbedarf. Deshalb
unterstützt das BMVIT heimische Unternehmen bei der
Internationalisierung im Bereich von Forschung, Entwicklung und
Innovation. Bures weist hier auf Abkommen mit der russischen
Innovationsstadt Skolkovo hin und auf neue Technologieabkommen mit
China, die sie im vergangenen Jahr abgeschlossen hat.

Zugleich ist es ihr ausdrückliches Ziel, den Anteil der Unternehmen
an den Gesamtausgaben für F&E weiter zu steigern. Mit der Initiative
"Innovationsland Österreich" hat die Ministerin im Vorjahr einen
Prozess gestartet, in dem sich bisher 22 der führenden
Technologieunternehmen Österreichs bis 2015 zu einer 20-prozentigen
Steigerung ihrer Forschungsausgaben verpflichten. Und die Ministerin
betont, dass es trotz Budgetkonsolidierung vordringlich sein muss,
auch von Seiten der öffentlichen Hand weiter in die Zukunftsbereiche
Forschung und Entwicklung zu investieren.

Service: Das Innovation Union Scoreboard zum Download unter:
http://ec.europa.eu/enterprise/policies/innovation/facts-figures-anal
ysis/innovation-scoreboard/index_en.htm

(Schluss)

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Mag.a Marianne Lackner, Pressesprecherin
Tel.: +43 (0) 1 711 6265-8121
mailto:[email protected]

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