• 06.02.2012, 12:13:55
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Kalte Pfoten

Wien (OTS) - Auch das Wiener Tierschutzhaus kämpft mit der Kälte.
Die sibirischen Temperaturen, die seit einigen Tagen in unserer Stadt
herrschen, bereiten nicht nur für die menschliche Bevölkerung sondern
auch für die Tiere eine zusätzliche Belastung. Auch die Schützlinge
des Wiener Tierschutzhauses bilden dabei keine Ausnahme.

Derzeit leben an die 1500 Tiere im Tierschutzhaus. Natürlich sind
die meisten Bewohner Hunde und Katzen, aber auch andere Geschöpfe,
wie zum Beispiel Vögel, Nageltiere, Waschbären, Pferde und Affen
haben bei uns ein Zuhause gefunden.

Wir können unsere Tiere auch im Winter nicht im Stich lassen, es
ist uns wichtig, dass sich die Tiere bei uns wohl fühlen und gut
aufgehoben sind. Besonders ältere und kurzhaarige Tiere brauchen
derzeit wesentlich mehr Wärme und Betreuung als sonst. Die Heizkessel
laufen auf Hochtouren und unsere Mitarbeiter haben alle Hände voll zu
tun. Die Heizsysteme müssen händisch geregelt werden. Da das Gelände
-leider auch in diesem Bereich- zahlreiche Baumängel aufweist, kommt
es oft zum Ausfall von dem einen oder anderen Heizkreis, Leitungen
werden kaputt oder undicht, das Wasser friert ein, also der
Erfindergeist der technischen Mitarbeiter wird oft auf Probe
gestellt.

Unsere Tierpfleger arbeiten meistens im Freien und sie sind daher
derzeit körperlich besonders belastet. Sie leisten im Interesse der
Tiere Tag für Tag eine unbeschreiblich schwere Arbeit und wenn der
Schnee dazukommt sind sie natürlich noch zusätzlich unter anderem mit
dem Ausschaufeln von den Zwingern beschäftigt.

Den Großteil unserer Tiere steht ein Außen- und ein Innenbereich
zur Verfügung, wo sie sich frei bewegen können. Diese Freiheit
möchten wir ihnen auch im Winter bieten und versperren daher den
Durchgang zwischen den zwei Bereichen meistens nicht. Dieser Teil der
Tierliebe wiederspiegelt sich natürlich bei der Gasrechnung. Auch die
Pferde möchten raus, einige Stunden wollen sie trotz der Kälte im
Freien verbringen, sie haben sich bereits ein dickes Winterfell
wachsen lassen. Nur unsere Katzen wollen nichts vom Winter und von
der Kälte wissen, sie sitzen lieber drinnen und warten sehnsüchtig
auf die ersten warmen Sonnenstrahlen, in denen sie sich dann aalen
können.

Mensch und Tier wartet schon auf den Frühling, aber auch bis
dorthin sind die Schützlinge im Wiener Tierschutzhaus vor der Kälte
in Sicherheit und hoffen auf eine liebende Familie sowie auf einen
Neuanfang im neuen Frühling ...

Rückfragehinweis:
Mag Eva Hercsuth
PR- und Öffentlichkeitsarbeit
Wiener Tierschutzverein
Tel.: (0043) 699/ 166 040 30

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