- 06.02.2012, 10:04:00
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AK 2: Fünf Tipps für mehr Klarheit bei privaten Rentenversicherungen
Wien (OTS) - Die AK verlangt klarere Informationen für die
KonsumentInnen beim Abschluss von privaten Rentenversicherungen und
anderen kapitalbildenden Lebensversicherungen. "Ein sogenannter
verpflichtender Beipackzettel mit den Kernpunkten des Vertrages, auch
mit wichtigen Kostenangaben ist für die Verbraucher dringend nötig",
resümiert AK Konsumentenschützer Christian Prantner aufgrund der AK
Testergebnisse bei sieben privaten Rentenversicherern.
Die AK fordert vor Vertragsabschluss einen verpflichtenden
"Beipackzettel" (Produktbezeichnung, Laufzeit, Prämienhöhe und
Möglichkeiten der Indexierung, vertraglich fixierte Renten,
Nebenspesen wie Unterjährigkeitszuschlag, Kosten, Möglichkeiten der
Vertragsänderung). Damit können die KonsumentInnen die Angebote
besser vergleichen. Zweitens muss die Beratung vor Abschluss und
während der Laufzeit sorgfältiger sein, was auch ein faires
Provisions- und Vergütungssystem für Vermittler erforderlich macht.
Drittens muss die Finanzmarktaufsicht die Info-Mindeststandards für
die VerbraucherInnen konsumentenfreundlicher ausgestalten,
insbesondere die verpflichtende Angabe eines Effektivzinssatzes.
Fünf Tipps für eine private Rentenversicherung:
+ Überlegen Sie einen Neuabschluss einer privaten Altersvorsorge
äußerst gut. Achten Sie jedenfalls auf den Garantiezinssatz, die
garantierte Rente, die Nebenspesen wie insbesondere den
Unterjährigkeitszuschlag, der anfällt (zum Beispiel vier Prozent),
wenn Sie die Prämie monatlich (oder quartalsweise) anstatt die
Jahresprämie im Vorhinein bezahlen, die Leistungen bei vorzeitiger
Vertragsauflösung. Denn die Vertragsbindung ist lange. Wer vorzeitig
aussteigen will, muss mit teuren Kosten rechnen.
+ Überlegen Sie genau die Prämienhöhe bzw. die vereinbarten
Versicherungssummen. Denn viele "SparerInnen" können sich die
Beiträge über eine lange Laufzeit einfach nicht leisten. Eine
Reduktion ist zwar möglich, hat aber Nachteile: Die Kosten werden von
der gesamten Prämiensumme zu Vertragsbeginn berechnet.
+ Achtung bei einem Austausch eines Vorsorgeprodukts gegen ein
anderes - das kommt einer Geldvernichtung gleich. Wenn BeraterInnen
bestehende Produkte schlechtreden, geht es meistens nur darum, den
alten Vertrag auszuspannen um beim neuen wieder Provisionen zu
kassieren.
+ Achten Sie auf die Gewinnbeteiligungsnachrichten der
Versicherungsunternehmen, und bestehen Sie auf erläuternde
Informationen, etwa zu den Kosten oder zur Gewinnbeteiligung. Bei
Unklarheiten nicht locker lassen!
+ Achten Sie auf Indexklauseln zum Beispiel von vier Prozent. Das
führt zwar zu einer Wertanpassung der Versicherungsleistung, aber
auch die Prämie steigt von Jahr zu Jahr an. Diese Dynamik kann auf
das Geldbörsel drücken. VersicherungsnehmerInnen können die
Indexklausel auch während der Laufzeit streichen.
SERVICE: Die Erhebung und mehr Tipps finden Sie unter
wien.arbeiterkammer.at
Rückfragehinweis:
AK Wien Kommunikation
Doris Strecker
Tel.: (+43-1) 501 65-2677, mobil: (+43) 664 845 41 52
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