OTS0015   5. Feb. 2012, 10:57

Mikl-Leitner: Konsolidierungspaket wird alle fordern und niemanden überfordern

Gesamtpaket darf durch fehlenden Mut nicht gefährdet werden


"Es ist fünf vor zwölf für ein sozial ausgewogenes
Konsolidierungspaket. Ganz nach dem Motto wer mehr verdient, soll
mehr beitragen und wer weniger verdient weniger. Unser Ziel ist durch
ausgabenseitiges Sparen den Staatshaushalt zu sanieren und nicht die
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer durch neue Steuern zu belasten.
Dass wir hier am richtigen Weg sind, beweisen uns aktuelle Umfragen.
Zwei Drittel der Bevölkerung befürwortet das eindeutig. Sie erkennen,
dass das Problem nicht daran liegt, dass wir zuwenig einnehmen,
sondern, dass der Staat zuviel ausgibt", sagt BM Mag. Johanna
Mikl-Leitner, Bundesobfrau des Arbeitnehmerinnen- und
Arbeitnehmerbundes ÖAAB in der ÖVP. "Und wenn manche politischen
Verantwortungsträger auch jetzt noch keinen Grund für strukturelle
Reformen sehen, dann verkennen sie offenbar den Ernst der Situation
oder es fehlt ihnen der Mut. Ich hoffe dass Bundeskanzler Faymann
jetzt nicht auf der Zielgeraden zum Stillstand kommt."

Klar ist, dass das Sparen jede Bevölkerungsgruppe trifft. Deshalb
spielt die soziale Ausgewogenheit aller Maßnahmen eine entscheidende
Rolle. Vor allem bei den Pensionen sind Anpassungen nötig. "Wenn es
jetzt keine Korrektur bei den Pensionen gibt, wo wir beim faktischen
Pensionsantrittsalter im internationalen Vergleich auf dem vorletzten
Platz liegen, dann fahren wir das gesamte Pensionssystem an die
Wand." Die ÖAAB-Bundesobfrau setzt auf das Verständnis der
Österreicherinnen und Österreicher: "Die meisten Pensionistinnen und
Pensionisten haben Kinder und Enkelkinder. Ich bin fest davon
überzeugt, dass sie wollen, dass auch diese eine sichere Pension
bekommen."

Hier sprechen die Fakten für sich: war man in den Siebzigern noch
durchschnittlich 13 Jahre in Pension war, so sind es heute 23 Jahre.
Ging man in den Siebzigern im Durchschnitt mit 62 in Pension, so geht
man heute schon mit 59 Jahren. "Da ist jedem völlig klar, dass sich
das auf Dauer nicht ausgehen kann. Deshalb soll es ausgewogene
Maßnahmen zur Anhebung des faktischen Pensionsantrittsalters geben",
so Mikl-Leitner.

"Unsere Spar-Vorschläge liegen auf dem Tisch. Parteiobmann und
Vizekanzler Michael Spindelegger setzt alles daran, dass
ausgabenseitig klug und konsequent gespart wird", sagt Mikl-Leitner.
"Die Menschen dürfen nicht durch neue Steuern belastet werden. Denn
eines muss klar sein: neue Steuern gefährden Arbeitsplätze. Und damit
setzen wir die Zukunft Österreichs aufs Spiel."

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0015 2012-02-05 10:57 051057 Feb 12 AAB0001 0387



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