• 05.02.2012, 10:00:31
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SP-Berger-Krotsch: Genitalverstümmelung untolerierbar!

Frauensekretärin der SPÖ Wien zum Internationalen Tag gegen FGM

Wien (OTS) - Die Frauensekretärin der SPÖ Wien, LAbg. Nicole
Berger-Krotsch nimmt den morgigen Internationalen Tag gegen weibliche
Genitalverstümmelung zum Anlass, um auf diese schwere Form der Gewalt
an Frauen aufmerksam zu machen: "Weltweit leiden etwa 155 Millionen
Frauen ein Leben lang unter psychischen und physischen Qualen
aufgrund einer vollzogenen Genitalverstümmelung. FGM betrifft alle
gesellschaftlichen Schichten und passiert auch in Europa und
Österreich", betonte Berger-Krotsch am Sonntag.****

"Daher ist eine umfassende Aufklärung und Beratung unbedingt
notwendig. Dieses Tabuthema muss endlich aufgebrochen werden! Für die
Wiener SPÖ Frauen ist FGM nicht tolerierbar und wir kämpfen weiterhin
gegen diese brutale Gewalt an Frauen und für eine selbstbestimmte
Sexualität", unterstrich Berger-Krotsch.

Die Stadt Wien leistet in diesem Sinne seit Jahren umfangreiche
Aufklärungsarbeit. So bietet die medizinische Beratungsstelle im FEM
Süd im Kaiser-Franz-Josef-Spital Opfern und von FGM bedrohten Frauen
medizinische und psychosoziale Betreuung. Weiters werden in Wien
Berufsgruppen, die Umgang mit potenziellen Opfern haben, umfangreich
geschult. FGM-Schulungen werden in allen Geburtshilfeabteilungen der
öffentlichen Spitäler durchgeführt. Aber auch SozialarbeiterInnen,
KindergartenpädagogInnen, SchulärztInnen, JugendbetreuerInnen und
Hebammen werden zu FGM-ExpertInnen ausgebildet. Zudem unterstützt ein
eigener Leitfaden beim richtigen Umgang mit betroffenen Mädchen und
Frauen, der sich an alle Berufsgruppen richtet, die häufig
Ansprechpersonen für von FGM-Betroffene sind.

Um die Gesellschaft zu sensibilisieren und wachzurütteln, sei der 6.
Februar nach wie vor ein wichtiger und notwendiger Tag: "Von
zentraler Bedeutung im Kampf gegen Genitalverstümmelung ist es,
betroffene Frauen zu bestärken und dieses Tabuthema weiterhin
aufzuzeigen. Die Bekämpfung von Armut und Investitionen in die
Bildung sind dabei der Schlüssel zur Stärkung der Eigenständigkeit
der Frauen und somit auch ein wichtiger Beitrag im Kampf gegen FGM",
betonte Berger-Krotsch abschließend: "Denn diese grausame Praxis ist
durch keine kulturellen Vorwände zu rechtfertigen!" (Schluss) nk

Rückfragehinweis:
Pressedienst der SPÖ Wien
Tel.: +43 1 534 27/222
mailto:[email protected]
http://www.wien.spoe.at

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