• 04.02.2012, 13:49:56
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Rom: Konferenz über Missbrauch mit Bischöfen aus aller Welt

Rund 220 Bischöfe und Ordensobere erwartet - Österreich durch Bischof Küng vertreten

Vatikanstadt, 04.02.12 (KAP) Mit rund 220 teilnehmenden Bischöfen
und Ordensoberen beginnt am Montagabend in Rom eine große
internationale Konferenz zum Thema sexueller Missbrauch in der
katholischen Kirche. Insgesamt 110 nationale Bischofskonferenzen
haben ihre Teilnahme angekündigt, wie die Organisatoren der
römischen Gregoriana-Universität am Freitagabend bei einer
Pressekonferenz in Rom mitteilten.

Das Treffen, das vom 6. bis 9. Februar hinter verschlossenen Türen
stattfindet, steht unter dem Titel "Auf dem Weg zur Heilung und
Erneuerung". Themen sind unter anderem "Internet und Pornografie",
der Umgang mit den Tätern, aber auch Erörterungen zum "Kinderschutz
in Afrika und in Asien".

Ziel der Tagung sei es, "mehr Aufmerksamkeit für das Thema in der
weltweiten Kirche zu schaffen", erläuterte Hans Zollner,
Psychologie-Professor an der Gregoriana und Mitorganisator der
Konferenz. Man wolle so "den Opfern eine Stimme geben" und deutlich
machen, "dass man nicht einfach abwarten darf, wenn es um eine
Vorbeugung sexuellen Missbrauchs geht". Die Konferenz wolle deshalb
vor allem den Erfahrungsaustausch über geeignete Maßnahmen zu
Vorbeugung von sexuellem Missbrauch fördern.

Die Resonanz auf die Tagung ist außergewöhnlich: Nahezu alle
nationalen Bischofskonferenzen entsenden einen bischöflichen
Vertreter zu der Tagung, zumeist den jeweiligen
Missbrauchsbeauftragten. Hinzu kommen Obere katholischer Orden sowie
Fachleute, etwa Psychologen und Kirchenrechtler. Aus Deutschland
wird der Missbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz, der
Trierer Bischof Stephan Ackermann, sowie der Münchner Kardinal
Reinhard Marx erwartet. Aus Österreich reist der St. Pöltner
Diözesanbischof Klaus Küng an.

Im Rahmen der Konferenz ist auch eine besondere liturgische
Versöhnungsgeste vorgesehen: Am Dienstagabend, 7. Februar, wird der
kanadische Kurienkardinal Marc Ouellet als Präfekt der
Bischofskongregation eine Vigilfeier mit Versöhnungsbitte in der
römischen Kirche San Ignazio leiten. Das Besondere: Je Sieben
Missbrauchsopfer und -täter werden an dem Gottesdienst teilnehmen.
Die Täter sollen dabei für ihre Taten um Vergebung bitten.

Mehr auf www.kathpress.at (ende) hkl/

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