"profil": Karl-Heinz Grasser von Schwiegermutter schwer belastet
Vertrauliches Schreiben von Marina Giori-Lhota an Behörden: "Niemals wirtschaftlich Berechtigte" des Ferint-Kontos - Treuhandvertrag "ohne Zutun und Wissen" abgeschlossen
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, hat Marina Giori-Lhota ihren
Schwiegersohn Karl-Heinz Grasser in einem Schreiben an die
Großbetriebsprüfung der Finanzamtes Innsbruck vom 18. November 2011
schwer belastet. Grasser hatte sich bisher gegenüber der Justiz damit
gerechtfertigt, dass er zwischen 2005 und 2006 insgesamt 500.000 Euro
von seiner Schwiegermutter in bar übernommen und für sie in einen
Genussschein der Hypo Alpe-Adria investiert hätte. Das Geschäft lief
über ein Meinl-Bank-Konto der Schweizer Treuhandgesellschaft Ferint
AG und warf einen unversteuerten Gewinn von 274.588 Euro ab. Laut von
Grasser vorgelegten Unterlagen soll seine Schwiegermutter Marina
Giori-Lhota "wirtschaftlich Berechtigte" dieses Ferint-Kontos gewesen
sein. Die Tiroler Finanz begehrte von Giori-Lhota daraufhin Auskunft,
ob die ihr zugeordneten Einkünfte in der Schweiz versteuert worden
seien. In dem profil vorliegenden Schreiben Giori-Lhotas an die
Finanz heißt es wörtlich: "Vorweg ist festzuhalten, dass ich zu
keinem Zeitpunkt 'wirtschaftlich Berechtigte' des auf die Ferint AG
lautenden Depots Nr. 49214-0 bei der Meinl Bank AG war ... Ihrem
Ersuchen um Vorlage geeigneter Unterlagen, die belegen, dass die
Erträge aus dem Wertpapierdepot in der Schweiz der Besteuerung
unterzogen worden sind, kann ich ... leider nicht nachkommen. Da ich
nicht wirtschaftliche Berechtigte des Depots bin bzw. war, waren
allfällige Erträge aus diesem Wertpapierdepot nicht in meine
Schweizer Steuererklärung aufzunehmen."
Zu den Hintergründen der von Grasser ebenfalls vorgelegten
Treuhandvereinbarung vom 21. Oktober 2005 erklärte sie gegenüber der
Finanz: "Ihre Frage ... kann ich leider nicht beantworten, weil
dieser Treuhandvertrag ohne mein Zutun und ohne mein Wissen
abgeschlossen wurde."
Grassers Anwaltskanzlei Ainedter & Ainedter hielt gegenüber
"profil" an der Verantwortung ihres Mandanten fest: "Die
Schwiegermutter hat ihm das Geld geborgt. Dieses wurde mit sämtlichen
Erträgnissen an Frau Giori-Lhota zurückgeführt."
Tel.: (01) 534 70 DW 3501 und 3502














