Tiergarten Schönbrunn: Giraffentod wirft viele Fragen auf
Österreichischer Tierschutzverein fordert Offenlegung des Obduktionsberichtes
Wien (OTS) - Den plötzlichen Tod des Giraffenbabys Arusha sieht
der Österreichische Tierschutzverein mit gemischten Gefühlen. Nach
aktueller Auffassung des Vereins sollten jetzt die beengten und
veralteten Haltungsbedingungen der Giraffen gerade in der kalten
Jahreszeit überprüft, kritisch hinterfragt und als mögliche
Krankheits- und Todesursache ausgeschlossen werden. Auch fordern die
Tierschützer eine Offenlegung des Obduktionsergebnisses um
auszuschließen, dass die verstorbene Giraffe nicht auch der vom
Welt-Zooverband (WAZA) erlaubten Tötung von überschüssigem Nachwuchs
zum Opfer fiel. Immerhin war Arusha nicht reinrassig und eine Abgabe
solcher Tiere an andere Zoos erweist sich als sehr schwierig.
"Das alte Giraffenhaus ist viel zu klein. Stress und Infektionen
können dann bei einem noch jungen und immunschwachen Individuum
schnell zu einem tödlichen Krankheitsverlauf führen.
Laufstereotypien, die die Giraffen noch im Dezember im engen Haus
zeigten sind oft Ausdruck von Stress", so der Zoo-Experte des
Österreichischen Tierschutzvereins. "Und ein Tiergarten der selbst
zugibt, überschüssigen Nachwuchs zu töten, muss sich auch bei diesem
Todesfall eine Forderung nach Transparenz gefallen lassen. Die
Öffentlichkeit, die über Steuergelder millionenschwere Großprojekte
in Schönbrunn mitfinanziert, hat auch ein Anrecht auf Transparenz.
Arushas Obduktionsbericht muss offen gelegt werden."
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