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OTS0105   3. Feb. 2012, 11:24

Caritas und FSW öffnen zusätzliches Winter-Notquartier in Wien Währing

Wiener Wohnungslosenhilfe bündelt Kräfte: Auch Rotes Kreuz und wieder wohnen kämpfen mit warmen Schlafplätzen gegen Kälte


Am Freitag Abend öffnet das neue "Winternotquartier
Lacknergasse" der Caritas der Erzdiözese Wien in Zusammenarbeit mit
dem Fonds Soziales Wien seine Pforten. In den Räumlichkeiten, wo
schon im Winter vor zwei Jahren die "Zweite Gruft" provisorisch
eingerichtet wurde, werden jetzt kurzfristig 45 zusätzliche
Schlafplätze für obdachlose Männer geschaffen. "Niemand darf in
Österreich auf der Straße erfrieren. Deshalb haben wir innerhalb von
nur vier Tagen dieses provisorische Notquartier in der Lacknergasse
geschaffen. Aufgrund der eiskalten Temperaturen, wird das Leben auf
der Straße zum Überlebenskampf. Jeder Obdachlose, der einen warmen
Schlafplatz braucht, soll auch einen erhalten", so Alexander Bodmann,
Generalsekretär der Caritas der Erzdiözese Wien.

Nach dem Kälteeinbruch vor wenigen Tagen waren in den Nachtquartieren
zuletzt nur mehr wenige Plätze frei. "Wir haben sofort reagiert und
gemeinsam mit Caritas, dem Wiener Roten Kreuz und "wieder wohnen" die
vorhandenen Kapazitäten aufgestockt", so Peter Hacker,
Geschäftsführer des Fonds Soziales Wien. "Bei "wieder wohnen" gibt es
im Frauennachtquartier jetzt ebenfalls fünf weitere Betten für
obdachlose Frauen. Mit den Plätzen in der Lacknergasse und rund 20
beim Roten Kreuz wurden somit rund 70 zusätzliche Plätze zur
Verfügung gestellt."

"Das Wiener Rote Kreuz hat bereits in den letzten Wintern ermöglicht,
dass bei einer hundertprozentigen Auslastung der bestehenden Plätze
rasch geholfen werden kann. Bei Bedarf können wir kurzfristig 60
weitere Plätze garantieren", sagt Karl-Dieter Brückner,
Bereichsleiter Katastropheneinsatz beim Wiener Roten Kreuz.

Die Wiener Wohnungslosenhilfe stellt nicht nur Schlafplätze zur
Verfügung. In Tageszentren wie beispielsweise Gruft und JOSI können
obdachlose Menschen sich tagsüber aufwärmen, werden mit dem Nötigsten
versorgt und betreut. "Auch die Kapazitäten in der Tagesbetreuung
wurden erweitert. In der JOSI stehen 30 zusätzliche Plätze zur
Verfügung - schließlich ist es auch tagsüber bitterkalt", so Peter
Hacker.

Neues Caritas Notquartier öffnet heute erstmals seine Pforten

In der Caritas-Einrichtung Haus St. Josef in der Wiener Lacknergasse
wird provisorisch der Tagesbetrieb auf einen 24-Stunden-Betrieb
umgerüstet, der Speisesaal wird ähnlich der "Gruft" in der Nacht zur
Schlafstätte umfunktioniert.
Das Winternotquartier der Caritas in der Lacknergasse öffnet täglich
um 18.00 Uhr seine Pforten. Neben einem Schlafplatz gibt es auch
warmes Essen, Duschmöglichkeit und saubere Kleidung. Geschlafen wird
im Schlafsack auf Isomatten. Für eine professionelle, qualitätsvolle
Hilfe werden in der neuen Notschlafstelle haupt- und ehrenamtliches
Engagement nach dem Vorbild der "Gruft" kombiniert.

"Mein Dank gilt den vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller
Organisationen, die sich so kurzfristig bereiterklärt haben, mit
anzupacken. Auch Spenden werden dringend benötigt. Mit dem Gruft
Winterpaket bestehend aus einem winterfesten Schlafsack und einer
warmen Mahlzeit für einen obdachlosen Menschen um 50 Euro kann ganz
konkret geholfen werden. Jede Spende wärmt und kann bei dieser
klirrenden Kälte Leben retten", so Bodmann weiter.

Caritas-Spendenkonto
PSK 7.700.004, BLZ 60.000
Kennwort: Gruft-Winterpaket
www.gruft.at

Spendenkonto des Wiener Roten Kreuzes
PSK 90 230 000 BLZ:60.000
Kennwort "Winterhilfe"
www.roteskreuz.at/wien

Spendenkonto JOSI - Tageszentrum für Obdachlose
51428 851 601, BLZ 12000
www.wiederwohnen.at

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0105 2012-02-03 11:24 031124 Feb 12 CAR0009 0537



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