• 03.02.2012, 10:21:54
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IWO: Fairness bei der Energiebesteuerung - jetzt

Steuerbegünstigungen einzelner Energieträger müssen ein Ende haben

Wien (OTS) - Keine andere Produktpalette ist nach wie vor so
ungleich besteuert wie die der Energieträger. Eine Ungerechtigkeit,
die in Zeiten der Sparpakete nicht mehr aufrechtzuerhalten ist. Das
Institut für Wärme und Oeltechnik hat nun erhoben, dass die Ölheizung
mit etwas über 20% Marktanteil rund 50% des Steueraufkommens im
Raumwärmebereich beträgt. Währenddessen leistet die Biomasse nur
einen Steueranteil von 6,3%. Grund dafür ist die ungerechtfertigte
Steuerbegünstigung.

"Die Biomasse ist wie ein Grundnahrungsmittel mit nur 10%
besteuert. In Summe leistet Holz mit nur 6,3% einen unverhältnismäßig
geringen Anteil an den Energiesteuern im Raumwärmebereich. Hier
werden auf Kosten der Allgemeinheit seit Jahren Steuergeschenke
vergeben, während andererseits die Feinstaubproblematik, zum großen
Teil mitverursacht durch Pellets und Co, unberücksichtigt bleibt", so
Mag. Martin Reichard, Geschäftsführer des Instituts für Wärme und
Oeltechnik.

In Summe betrug das Steueraufkommen der Haushalte im Jahr 2010 ca.
926 Mio. Euro. Tatsächliches Steueraufkommen im Raumwärmebereich nach
Energieträgern:

Heizöl: 49,3%
Erdgas 39,6%
Biomasse: 6,3%
Wärmepumpe: 4,3%
Kohle: 0,5%

Im Übrigen beträgt der Steueranteil des Produktpreises bei Heizöl
knapp 30% im Gegensatz dazu, ist die Biomasse mit 10%
steuerbegünstigt, trotz hoher Umweltverschmutzung durch Feinstaub.
Eine Ungerechtigkeit auch gegenüber anderen Energieträgern, deren
Steuerbelastung deutlich über jener der Biomasse liegt: Erdgas 26%,
Wärmepumpe 27%, Kohle 32%. Da kein Energieträger Österreich alleine
versorgen kann, leisten alle gemeinsam im Rahmen des Energiemix
einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit. Das Institut für
Wärme und Oeltechnik verlangt daher im Sinne der Fairness, die
unterschiedlichen Steuersätze anzunähern und die Biomasse von 10% auf
zumindest 20% auf den normalen Mehrwertsteuersatz anzugleichen, um
ein höheres Maß an Steuergerechtigkeit zu erreichen.

Rückfragehinweis:

IWO-Österreich
   Martin Reichard
   Tel.: 01/710 68 99-35
   Email: [email protected]
   www.iwo-austria.at 
   
   ikp Wien 
   Daniel Pinka
   Tel.: 01/524 77 90-20
   Email: [email protected]

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