• 03.02.2012, 09:57:25
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ÖAMTC: Wenn der Diesel bei eisiger Kälte streikt

Clubexperte empfiehlt regelmäßige Wartung und Vorglühen

Wien (OTS) - Bei frostigen Temperaturen, wie sie momentan in
Österreich vorherrschen, haben Dieselfahrer oft Probleme, ihren
fahrbaren Untersatz in Gang zu bekommen. Damit das Dieselfahrzeug
auch im Winter den Minusgraden gewachsen bleibt, steht
ÖAMTC-Techniker Thomas Stix Rede und Antwort und verrät die
wichtigsten Do's und Dont's.

* Warum streikt der Dieselmotor bei tiefen Minustemperaturen?
"Der Diesel mag es generell lieber warm", erklärt ÖAMTC-Techniker
Stix. "Das Problem bei Kälte ist, dass sich ab circa sieben Grad
minus kleine Paraffinkristalle in der Flüssigkeit bilden."
Problematisch wird es bei den tiefen Minusgraden, die derzeit vor
allem nachts aus Teilen Österreichs gemeldet werden. Ab 20 Grad unter
Null bilden sich vermehrt wachsähnliche Kristalle, die immer größer
werden und den Kraftstofffilter verstopfen können. "Der in Österreich
erhältliche herkömmliche Dieselkraftstoff muss im Winter bis
mindestens minus 20 Grad frostfest sein", hält der ÖAMTC-Experte
fest. "Zugaben (Additive) verhindern die Bildung von
Paraffinkristallen."

* Was ist eine Alternative für Diesel-Fahrzeuge im Winter?
Anbieter von Premium-Dieselsorten versprechen eine höhere
Frostbeständigkeit, teilweise bis minus 35 Grad. "Für Dieselfahrer,
die bei extremer Kälte schon öfters Startprobleme hatten, ist der
verfeinerte Diesel sicher eine Option", erklärt der ÖAMTC-Techniker.
Damit es zu keinen teuren Verwechslungen kommt, fordert der ÖAMTC,
dass die Dieselprodukte an der Zapfsäule deutlich gekennzeichnet
sind. Niemand zahlt gerne unfreiwillig mehr fürs Tanken und Irrtümer
sollten im Vorfeld ausgeschlossen werden. Wer bisher bei Minusgraden
keine Probleme mit seinem Dieselauto hatte, kann im Winter jedoch
getrost weiterhin mit dem gewohnten Dieselkraftstoff fahren.

* Ist es sinnvoll einen "Schluck" Benzin beizumischen?
Früher war es üblich bei hohen Minusgraden etwas Benzin zuzutanken.
ÖAMTC-Experte Stix rät von dieser Methode ab: "Benzin verändert die
Struktur und die Schmierfähigkeit des Dieselkraftstoffs und kann vor
allem bei modernen Fahrzeugen zu teuren Schäden an der Hochdruckpumpe
führen."

* Kann man Sommerdiesel und Winterdiesel problemlos mischen?
Das Mischen der beiden Dieselsorten ist unproblematisch. "Eine
Vermengung lässt sich gar nicht vermeiden, weil man ja nicht mit
einen 100 Prozent leeren Tank zur Tankstelle kommt", erläutert der
ÖAMTC-Techniker.

* Was tun, wenn der Dieselfilter verstopft ist?
"Da nutzt alles nichts - in diesem Fall hilft oft nur mehr der
Pannendienst", erklärt der ÖAMTC-Experte.

* Abschließender Tipp des ÖAMTC-Technikers
"Da der Dieselmotor bei eisiger Kälte oft schwerfällig reagiert und
nicht ganz rund läuft, ist es empfehlenswert, zwei bis drei Mal vor
dem Starten des Motors vorzuglühen, um den Brennraum zu wärmen und
den Diesel leichter zu zünden." Außerdem sollte man den Dieselfilter
laut Wartungsintervall regelmäßig servicieren, weil häufig das dort
abgeschiedene Wasser gefriert und so zum Ausfall des Fahrzeugs führt.

Rückfragehinweis:
ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
mailto:[email protected]
http://www.oeamtc.at

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