OTS0117   2. Feb. 2012, 11:48

"Horizon 2020" - Karlheinz Töchterle: Kommen Europäischem Forschungsraum entscheidend näher

Wissenschafts- und Forschungsminister beim informellen Wettbewerbsrat in Kopenhagen - Österreichische Position zum neuen Rahmenprogramm wird derzeit erarbeitet


Wissenschafts- und Forschungsminister Dr. Karlheinz
Töchterle nimmt heute am informellen EU-Wettbewerbsrat in Kopenhagen
teil, der ganz im Zeichen des EU-Rahmenprogramms für Forschung und
Innovation "Horizon 2020" steht. "Österreich bringt sich in die
Verhandlungen aktiv und konstruktiv ein", so Töchterle. Unter
Federführung des Wissenschafts- und Forschungsministeriums wird in
Österreich derzeit eine national abgestimmte Position zum Vorschlag
der Europäischen Kommission für "Horizon 2020" erarbeitet. "Dieser
Position kann und will ich heute nicht vorgreifen", so der Minister.
"Dennoch möchte ich betonen, dass ich grundsätzlich die Ausrichtung
des Vorschlags begrüße, denn wir kommen damit einem Europäischen
Forschungsraum entscheidend näher."

In diesem Forschungsraum sollen
* die Geistes- und Sozialwissenschaften in den großen
Herausforderungen neben naturwissenschaftlich-technischen Disziplinen
entscheidend mitwirken können

* die Durchlässigkeit zwischen Grundlagenforschung und Wirtschaft
erhöht werden, ohne dass die Grundlagenforschung ihre Ausrichtung auf
die anwendungsoffene Wissensgenerierung verliert

* der Fokus - wie es von Minister Töchterle in der Vergangenheit
bereits gefordert wurde - im Nuklearbereich auf Fragen der Sicherheit
liegen.

Aus österreichischer Sicht müssen die inhaltlichen und budgetären
Schnittstellen zwischen "Horizon 2020" und anderen
Gemeinschaftsprogrammen klar definiert und verankert werden. "Wir
können uns weder Doppelgleisigkeiten noch ein unabhängiges
Nebeneinander der Programme leisten. Das Ziel muss es daher sein,
dass die verschiedenen Programme einander stärker ergänzen",
unterstreicht Töchterle.

Der Minister betont weiters die wichtige Rolle der Strukturfonds in
Bezug auf "Horizon 2020": "Mit ihnen können die Forschungs- und
Innovationspotenziale in den Regionen entscheidend gestärkt und
ausgeschöpft werden." Die Mitgliedstaaten brauchen daher die
Möglichkeit, Aktivitäten in "Horizon 2020" nach eigenem Ermessen mit
regionalen oder nationalen Initiativen zu verbinden. In der Umsetzung
zählen dazu die intelligenten Spezialisierungstrategien der Regionen
("Smart Specialisation Strategies") ebenso wie die Initiativen zur
gemeinsamen Programmplanung (Joint Programming).

"Österreich hat wiederholt betont, dass die kleinen und mittleren
Unternehmen eine zentrale Rolle in der Stärkung der
Wettbewerbsfähigkeit Europas spielen", ging der Minister in seiner
Rede abschließend auch auf das Programm für die Wettbewerbsfähigkeit
von Unternehmen und für KMUs (COSME; 2014-2020) ein und sprach sich
für eine bestmögliche Kooperation mit "Horizon 2020" aus. "Die
Steigerung der Beteiligung der kleinen und mittleren Unternehmen an
den Forschungs- und Innovationsprogrammen der EU ist uns ein großes
Anliegen", so Töchterle.

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
OTS0117 2012-02-02 11:48 021148 Feb 12 MWF0001 0405



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