- 02.02.2012, 11:43:27
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"Entschlackung" in der NÖ Ärztekammer geht weiter
Präsident Dr. Christoph Reisner fühlt sich in seiner Amtsführung bestätigt
Wien (OTS) - "Mehrere Jahrzehnte Misswirtschaft lassen sich in
keiner Organisation in wenigen Jahren beseitigen", so Dr. Christoph
Reisner, Präsident der NÖ Ärztekammer anlässlich der Erhebungen eines
so genannten "unabhängigen Fachmagazins" über die Kosten der
Ärztekammerstrukturen in den Bundesländern. "Niemand zweifelt an der
Seriosität dieser Erhebungen, sondern ganz im Gegenteil. Vermutetes
enormes Optimierungspotenzial innerhalb der Ärztekammer sowie des
Wohlfahrtsfonds waren schließlich auch einer der Beweggründe für die
derzeitige Führungsmannschaft, das Ruder innerhalb der Kammer in der
derzeitigen Form zu übernehmen", so Präsident Dr. Reisner.
Zunächst wurden die großen Brocken saniert
Die nun zu Ende gehende Funktionsperiode war vor allem von der
Sanierung massiver Altlasten innerhalb der NÖ Ärztekammer geprägt.
"Zunächst mussten jedoch die großen Brocken beseitigt werden. Der von
den Vorgängern in unverantwortlichem Zustand hinterlassene
Wohlfahrtsfonds hatte Priorität. Danach haben wir uns die internen
Strukturen vorgenommen, wo wir ebenfalls auf erstaunliche Altlasten
gestoßen sind", berichtet Präsident Dr. Reisner weiter. Bestätigt
wurde die Notwendigkeit unter anderem durch den Rechnungshof, der
gravierende Mängel bei der Administration innerhalb der Kammer
festgestellt hatte.
"Der frühere Rechnungsdirektor und auch der Leiter der
IT-Abteilung mussten entlassen werden, nicht zuletzt, da sie
beschuldigt sind, der Ärztekammer finanziellen Schaden zugefügt zu
haben, eine Strafanzeige erfolgte Anfang 2012." Den Schaden von
mehreren Jahrzehnten zu beseitigen geht jedoch nicht an einem Tag.
Das schrittweise Vorgehen zeigt jedoch bereits schöne Früchte: Durch
die beschlossenen Maßnahmen konnte alleine in den vergangenen zwei
Jahren ein Benefit von 40 Millionen Euro erzielt werden. "Unsere
Ärztinnen und Ärzte spüren das bereits: Wir konnten dadurch eine
deutliche Senkung der Kammerbeiträge mit dem heurigen Jahreswechsel
herbeiführen."
Der Optimierungskurs geht weiter
Und dieser Optimierungskurs wird weitergehen: Unmittelbar nach der
Sanierung des Wohlfahrtsfonds wurde unter Beteiligung eines namhaften
Verfassungsrechtlers die so genannte Zukunftskommission ins Leben
gerufen, die Vorschläge machen soll, wie mit den festgestellten
Mängeln in der Zukunft umzugehen ist. "Die nun festgestellten
Optimierungsmöglichkeiten der administrativen Abläufe sollten nun
umgesetzt und in den kommenden Jahren kontinuierlich evaluiert und
wenn notwendig erneuert werden."
Gegen strafrechtlich relevante Tatbestände und kriminelle
Aktivitäten ist kein Unternehmen gefeit. Die Analyse der vorliegenden
Daten ist eine immense Kleinarbeit, die immer noch in Gang ist und
wohl noch ein bis zwei Jahre dauern wird. "Dies wird auch der Grund
sein, warum dieses Thema nun von gewissen Kreisen im Zuge der
bevorstehenden Kammerwahlen in die Öffentlichkeit transportiert wird.
Bezeichnend ist in diesem Zusammenhang wieder einmal, dass gerade
diejenigen am lautesten schreien, deren politische Vorgänger die
Verantwortung für die Misswirtschaft in der Vergangenheit zu tragen
haben", so das Resümee von Präsident Dr. Reisner.
Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Niederösterreich, Pressestelle, Michael Dihlmann, Tel. 0664/144 98 94
[email protected], www.arztnoe.at
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