- 02.02.2012, 09:34:22
- /
- OTS0045 OTW0045
ÖH Uni Wien: Uni Wien, quo vadis?
Strategieplanung der Uni Wien lässt einiges zu wünschen übrig
Wien (OTS) - Gestern kündigte Rektor Engl via Presseaussendung die
angestrebten Strategien des Entwicklungsplans für die Verbesserung
von Forschung und Lehre an der Universität Wien an. Die ÖH Uni Wien
zeigt sich ernüchtert.
"Das Betreuungsverhältnis zwischen Student_innen und Lehrenden zu
verbessern, ist schön und gut, kann aber nicht die einzige Option zur
Lösung der Missstände sein. Denn die Ankündigung von Streichungen von
Studiengängen, rigide STEOPs und starre Curricula machen andere
Maßnahmen notwendig. Außerdem ist die geplante Förderung von
Wissenschafter_innen im Doktorat bei weitem nicht ausreichend. Die
Förderung braucht es schon früher, da die Studienbedingungen und
Lebenserhaltungskosten dazu führen, dass nur sehr wenige Studierende
bis zum Doktorat kommen", so Kübra Atasoy vom Vorsitzteam der ÖH Uni
Wien.
Maria Clar kann dem zustimmen und ergänzt: "Das Hohelied auf die
Autonomie der Unis ist für uns nicht nachvollziehbar. Die
Autonomisierung hat dazu geführt, dass Universitäten wie
profitorientierte Unternehmen geführt werden, inklusive eigenem
Aufsichtsrat (dem Unirat), und hat Studierende zu Kund_innen
reduziert. Ebenso wenig wollen wir dem angesprochenen Konzept der
Studienplatzfinanzierung etwas abgewinnen. Es ist die Ausgangsbasis
für die rein monetäre Bewertung von Studienrichtungen und ihrer
Inhalte sowie für ihre Ausrichtung an marktwirtschaftlichen
Vorgaben."
Auch Julia Kraus hat Kritikpunkte offen: "Was wir in den publizierten
Strategien dringend vermissen, sind Pläne zur Förderung von
Studentinnen als Forscherinnen und Lehrende an der Universität.
Ebenso wenig finden wir vorgeschlagene Maßnahmen zur gleichgestellten
Studienbedingungen für Studierende mit chronischen Erkrankungen und
Beeinträchtigungen. Da muss noch etwas kommen!"
Zufriedenheit ist nicht gegeben, konkrete Forderungen gibt es genug.
"Wir wollen ein Bekenntnis zu kritischer Lehre, zu individuellen
Schwerpunktsetzungen und vor allem zu besseren Studienbedingungen in
Form weniger rigider Lehrpläne und STEOPs. Auf anderem Weg ist für
uns eine zufriedenstellende Strategie nicht vorstellbar", so Atasoy,
Clar und Kraus abschließend.
Rückfragehinweis:
ÖH Uni Wien - Referat für Öffentlichkeitsarbeit Tel.: 0699 172 82 787 mailto:[email protected] http://www.oeh.univie.ac.at/ Kathrin Glösel (0699/103 953 18) Jasmin Rückert (0699 103 953 02) Moritz Schwab (0699 103 953 45)
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OHW






