OTS0039   2. Feb. 2012, 09:28

Temperaturen bis zu minus 20 Grad heizen ÖAMTC-Pannenfahrern ein (Teil 1, + Foto)

Einsätze der ÖAMTC-Notarzthubschrauber durch Kälte nicht beeinträchtigt


Die sibirische Kälte hat Europa derzeit voll im
Griff. Auch in weiten Teilen Österreichs wurden in der Nacht von
Mittwoch auf Donnerstag Temperaturen um minus 20 Grad gemessen. "Seit
heute Früh herrscht bei den ÖAMTC-Pannenfahrern Hochbetrieb.
Insbesondere in den östlichen Bundesländern haben sich die
Einsatzzahlen verdreifacht", berichtet Gerhard Samek, Leiter der
ÖAMTC-Pannenhilfe. "Diese Entwicklung hat sich bereits gestern
abgezeichnet. In der Nacht sind die Temperaturen dann nochmals
deutlich gesunken."

Erwartungsgemäß laufen seither die Telefonleitungen der
ÖAMTC-Notrufzentrale heiß, die Gelben Engel verzeichnen seit den
frühen Morgenstunden allein in Wien rund 130 Einsätze pro Stunde.
Erfahrungsgemäß wird sich diese Zahl noch steigern, weil das
Verkehrsaufkommen zwischen 10 und 15 Uhr meist am größten ist. "Die
meisten Autofahrer bleiben wegen saftloser Batterien hängen. Trotz
aller Warnungen wurden offenbar viele Fahrzeuge nicht ausreichend auf
die Kälte vorbereitet", erklärt der ÖAMTC-Experte. Manche Lenker
benötigen sogar zweimal pro Tag die Hilfe des Clubs. "Es kommt immer
wieder vor, dass die Leute vergessen, nach der Starthilfe noch
mindestens eine Stunde zu fahren, damit die leere Batterie wieder
geladen wird", schildert Samek.

Trotz der Kälte müssen ÖAMTC-Mitglieder nicht wesentlich länger
als gewöhnlich auf die Hilfe der Gelben Engel warten. Die
Mannschaften wurden vorsichtshalber österreichweit aufgestockt.
"Derzeit befinden sich alle verfügbaren Pannenfahrer in erhöhter
Bereitschaft, damit allen betroffenen Autofahrern so schnell wie
möglich geholfen werden kann", erklärt der ÖAMTC-Experte.

Notarzthubschrauber des ÖAMTC sind winterfit

Autofahrer bereiten ihre Fahrzeuge am besten mit dem
ÖAMTC-Wintercheck auf winterliche Bedingungen vor. Für die
Notarzthubschrauber des Clubs muss auf dieses Angebot jedoch nicht
zurückgegriffen werden. "Die Hubschrauber des ÖAMTC brauchen
eigentlich keine spezielle Vorbereitung auf die kalte Jahreszeit",
erklärt Reinhard Kraxner, Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung. "Auf
Grund ihres breiten Einsatzspektrums sind die
ÖAMTC-Notarzthubschrauber 365 Tage im Jahr auf Eis, Schnee und Kälte
vorbereitet." Denn auch im Sommer müssen die gelben Hubschrauber
immer wieder Einsätze in hochalpinen Regionen und in
Gletscherschi-Gebieten fliegen. "Da auch im Sommer die Temperaturen
bei Schlechtwetter sehr schnell fallen können, gibt es von
technischer Seite so gut wie keine speziellen Vorbereitungen auf die
Wintersaison", erklärt Kraxner. "Die verwendeten Öle sind bis minus
35 Grad einsetzbar und auch dem Treibstoff müssten erst bei minus 30
Grad spezielle Additive beigemischt werden. Einzig die verwendeten
Medikamente müssen eine bestimmte Temperatur haben und werden daher
im Winter gewärmt."

Ein Zugeständnis wird in der Flugrettung jedoch an den Winter
gemacht. So wie bei jedem Auto, werden auch dem ÖAMTC-Hubschrauber
"Winterreifen" angelegt. "Dabei handelt es sich um breitere Auflagen
an den Kufen, die das Einsinken in lockerem Schnee verhindern",
erläutert der Geschäftsführer der ÖAMTC-Flugrettung.

(Forts.)

OTS-Originaltext Presseaussendung unter ausschließlicher inhaltlicher Verantwortung des Aussenders.
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